Baden-Württemberg baut mit staatlichen und privaten Mitteln an einem Ökosystem für Gründer. Eine neue Einrichtung soll Industrie-Start-ups zu Gute kommen.

Eine Brutstätte für die digitalen Produktionsexperten: In Karlsruhe soll ein „Smart Production Lab“ entstehen, in dem Start-ups Geschäftsmodelle für die vernetzte Industrie entwickeln und ausprobieren können. Damit will das Bundesland, in dem heute zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer mit Weltruf zuhause sind, das Thema auch für die digitale Welt besetzen.

Gefördert wird das neue Fabriklabor aus öffentlichen und privaten Mitteln. Heute stellte das Wirtschaftsministerium des Landes einen Förderbescheid über europäische Mittel in Höhe von knapp einer Million Euro aus.Man wolle so eine Entwicklung von Geschäftsmodellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion ermöglichen, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut – von der Logistik bis zur Produktion.

Der gleiche Betrag wird zudem noch gemeinsam von der Stadt Karlsruhe sowie dem CyberForum, einem Netzwerk aus Industrie und Forschung, aufgebracht. „Das Smart Production Lab schafft ein attraktives Angebot für innovative Hightech-Startups im digitalen Produktionsumfeld“, sagt CyberForum-Geschäftsführer David Hermanns

Mit einem Paket aus Gründerwettbewerben, aufgestockten Beteiligungsfonds und dem Aufbau von Start-up-Einrichtungen im Bundesland will Baden-Württemberg im regionalen Wettbewerb bestehen. Besonders rund um forschungsstarke Universitätsstandorte wie eben Karlsruhe sollen digitale Ökosysteme aufgebaut werden.

Die starke Industrie im Land, etwa im Auto- und Maschinenbau, bringt zum einen eine starke Wirtschaftskraft mit sich – zum anderen jedoch auch eine starke Konkurrenz um Fachkräfte. Im vergangenen Jahr äußerten Gründer aus dem Bundesland zudem, dass ihnen ein Austausch auf Augenhöhe mit der etablierten Industrie häufig fehle.