Millionen für ein Smart-Home-System: Das Münchner Start-up Tado erhält in einer Finanzierungsrunde 15 Millionen Euro – unter anderem von Siemens.

Strom sparen per App – das verspricht das Münchner Start-up Tado. Mit smarten Thermostaten will das 2011 gegründete Unternehmen den Stromverbrauch in Wohnungen und Eigenheimen senken. Mit ihrer Idee konnten die drei Gründer Christian Dellmann, Johannes Schwarz und Leopold von Bismarck nun erneut Investoren überzeugen. In einer am Mittwoch bekannt gegebenen Finanzierungsrunde sammelte Tado 15 Millionen Euro ein.

Zu den Geldgebern zählen die Venture-Capital-Einheit von Siemens, die Investmentgesellschaft Statkraft Ventures, Target Partners, Shortcut Ventures und BayBG. Damit hat das Start-up seit seiner Gründung insgesamt 30 Millionen Euro an Kapital erhalten. In welche Geschäftsbereiche das Geld fließen soll, verriet Tado nicht.

Tado verspricht deutliches Senken des Stromverbrauchs

Mit der App des jungen Unternehmens soll die Heizung einfacher gesteuert werden. Wenn der Letzte mit dem Smartphone in seiner Tasche das Haus verlässt, wird der Energieverbrauch durch die App automatisch heruntergefahren. Nähert sich der Nutzer wieder dem Haus, wird wieder stärker geheizt. Tado verspricht, dass Kunden durch das System rund 30 Prozent weniger Strom verbrauchen.

Erst im Juni wagten die Münchner den Schritt in die USA. Dort hatten sie mit Hilfe einer Kickstarter-Kampagne 200.000 Euro an Startkapital für die Expansion eingesammelt. In den Vereinigten Staaten setzt Tado auf fernsteuerbare Klimaanlagen statt smarte Thermostate.

In Deutschland ist der Markt mit dem Smart Home umkämpft: Neben Tado – nach eigener Aussage europäischer Marktführer bei Thermostaten – versuchen sich auch die Start-ups Netatmo und Meteoviva sowie Konzerne wie RWE in dem Segment.