Wer online shoppt, kann seine Einkäufe über Simple­surance gleich mitversichern – gegen Schäden oder ­Diebstahl. Jetzt expandieren die Berliner in die USA.

Von Stephanie Heise

Robin von Hein nennt sich gern „Herr Kaiser im Web 2.0“. Sein Unternehmen agiert unter der Marke Schutzklick wie ein digitaler Versicherungsmakler: Es vertreibt in ­Zusammenarbeit mit Onlineshops Policen, die Smartphones, Brillen und andere gekaufte ­Produkte absichern. Mit wenigen Klicks ist der Abschluss erledigt: „Wir brauchen keine weiteren Kundendaten mehr“, sagt CEO von Hein. Denn die von Simple­surance entwickelte Software übernimmt für die Policen die Daten der knapp 1000 E-Commerce-Partner, erstellt das Ver­sicherungszertifikat und automatisiert auch die Schadensregulierung weitgehend. Die Verträge mit Einmalprämie laufen automatisch aus. Das Unternehmen lebt von den Provisionen, die es von den Versicherern erhält. Für jede Produktgruppe wählt von Hein eine Assekuranz aus. Im Boot sind etwa R+V, Arag oder Ergo­Direkt. Im ersten Geschäftsjahr 2014 schaffte Simplesurance einen siebenstelligen Umsatz, 2015 soll er auf einen achtstelligen Betrag wachsen. Helfen soll dabei die internationale Expansion. Die Berliner sind bereits in fünf europäischen Märkten aktiv, „wir schaffen alle acht Wochen ein neues Land“, erklärt von Hein. Ende Oktober folgt nun der Sprung über den Großen Teich in die USA: Simplesurance liefert seine Software an den Versicherer Assurant, der wirbt die ­Onlineshops als Partner an.

Gründung: 2012

Gründer: Ismail Asci, Joachim von Bonin, Robin von Hein

Sitz: Berlin

Mitarbeiter: 75

Finanzierung: Rund 13 Millionen Euro ­unter anderem von Rheingau Founders, KfW, Route 66 ­Ventures, Family ­Offices, Cornelius ­Boersch privat