Die Shopping-App Shopkick ist gut vier Monate nach dem Start in Deutschland mehr als eine Million Mal heruntergeladen worden. Auch in den USA ist sie erfolgreich. In Deutschland schlagen Datenschützer Alarm.

Mit der App bekommen Nutzer Bonuspunkte, wenn sie Geschäfte betreten oder Produkte in Läden mit ihrem Smartphone einscannen. In den Geschäften wird dafür an jedem Eingang eine Box angebracht, die Signale an die Telefone sendet. Für das Betreten eines Ladens bekommt ein Nutzer mit geöffneter App 35 Punkte, die bei Shopkick „Kicks“ heißen. Das entspricht etwa 15 Cent. Die Firma erhält Geld von den Händlern und Marken-Partnern im Verhältnis zu den umgeschlagenen „Kicks“. Seit Jahresbeginn seien über die Anwendung 500.000 Besuche in Partner-Geschäften registriert worden, gab Shopkick am Mittwoch bekannt. Als neunte Kette neben den Douglas-Parfümerien, Elektromärkte wie Media Markt und Saturn, Penny, Karstadt oder OBI komme der Schuhhändler Reno dazu.

Das führt allerdings auch dazu, dass die Kunden nicht nur in den Laden gelockt werden, sondern jederzeit auch das Einkaufsverhalten – und die Vorlieben der Kunden aufgezeichnet werden. Macht man das über Monate und Jahre hinweg, lassen sich die Bewegungsprofile nachvollziehen. Shopkick selbst ist um Beschwichtigung bemüht. Mit den Händlern würden keine personifizierten Kundendaten geteilt, versichert das Unternehmen. Sie bekämen nur allgemeine Statistiken wie etwa die Kundenzahl oder den Anteil von Männern und Frauen zu sehen.