Es ist ein Milliarden-Geschäft: die sogenannte Share Economy. Wir tauschen und teilen unsere Wohnung, das Auto, manchmal sogar Kleidung.

Es begann alles während einer Reise durch Osteuropa: Sophie Utikal und Susanne Richter wollten Geld sparen und organisierten sich ihre Übernachtungen über Couchsurfing. Wie es der Zufall manchmal so will, landeten sie in der Wohnung von Justas Janauskas, der damals gerade – gemeinsam mit einer Freundin – Vinted gegründet hatte. Zurück in Deutschland bauten Utikal und Richter mit Kleiderkreisel.de eine Online-Plattform am Beispiel von Vinted auf.

In Deutschland ist Kleiderkreisel.de bis heute ist ein klassischer Vertreter der Share Economy. Dort – wie auch auf Vinted – können Nutzer, Kleidung oder Accessoires kaufen oder tauschen. In Deutschland nutzen immerhin mehr als 2,5 Millionen Nutzer die Plattform, über 12 Millionen Artikel werden angeboten. Die Geschäftsidee schlug aber auch weltweit ein: Mittlerweile investierten mehrere Unternehmen mehr als 27 Millionen US-Dollar in Vinted.

Mittlerweile über 2,6 Millionen Nutzer nutzen das Angebot der Website, über 12 Millionen Artikel werden dort angeboten.Internet-Börse für Kleidung: Kleiderkreisel führt Gebühren ein – und erntet einen Shitstorm | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/vermischtes/kleiderkreisel-fuehrt-gebuehren-ein-und-erntet-einen-shitstorm-article1489311.html#plx574459782
Mittlerweile über 2,6 Millionen Nutzer nutzen das Angebot der Website, über 12 Millionen Artikel werden dort angeboten.Internet-Börse für Kleidung: Kleiderkreisel führt Gebühren ein – und erntet einen Shitstorm | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
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Der Wohlstand wird für alle erhöht, je mehr geteilt wird – auf diese Formel lässt sich der Begriff Share Economy, der vom Harvard-Ökonomen Martin Weitzmann geprägt wurde, reduzieren. Mittlerweile droht die Definition vom Begriff der Collaborative Economy abgelöst zu werden: „Dabei geht es darum, wie heute sämtliche Lebensbereiche durch Technologie verändert und neu erfunden werden, in dem sich Privatpersonen über das Netz verbinden“, sagt Francesca Pick, International Community Connector bei OuiShare.net. „Zudem bedeutet das Nutzen von Teil- und Tauschangeboten oft einen Mehraufwand, den nicht alle auf sich nehmen wollen. So lohnt es sich bei Gegenständen mit geringem Wert häufig nicht, durch die Stadt zu fahren, um es von jemandem auszuleihen, sondern ist praktischer, es zu kaufen“, sagt Pick.

Viele Deutschen halten vom Prinzip des „Teilen und Tauschen“ wenig: Eine Umfrage der GfK für Spiegel Online zeigt, dass 84 Prozent nicht einmal den Begriff der „Share Economy“ kennen und weniger als die Hälfte überhaupt zum Anbieter werden möchten beziehungsweise bereit wären, von ihren Mitmenschen etwas zu leihen oder zu mieten. Und noch etwas hat die Umfrage zu Tage gebracht: Es sind nicht die Menschen mit weniger Geld, die Leistungen in Anspruch nehmen, sondern gerade die Gutverdiener. Die Begründung der Forscher ist denkbar einfach: Diese Menschen haben schließlich auch etwas anzubieten.