Diese Technologie ist jetzt besonders angesagt: Beacons, auf deutsch Signalfeuer. Davon will auch das Start-up Sensorberg profitieren.

Nicht nur Supermärkte und Kaufhäuser setzen große Hoffnungen auf sie. Denn via Bluetooth können die kleinen Funkchips Smartphones im Umkreis von bis zu 50 Metern orten – auch in geschlossenen Räumen, wo kein GPS-Signal empfangen wird. Unternehmen können dann Werbung und Angebote verschicken, die auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten sind. Alexander Oelling, Gründer des Start-ups Sensorberg, verkauft Beacons, bietet aber vor allem eine Softwareplattform zum Managen der Chips an.

Das Berliner Unternehmen arbeitet an Pilotprojekten für Flughäfen, Bahnhöfe und Hotels. Größter Kunde ist das Sparkassen-Finanzportal, der Internet-Dienstleister der Sparkassen. „Wir wollen bis Jahresende mehrere Hundert Filialen mit Beacons ausrüsten“, sagt Oelling.

Dort könnten die sieben Millionen Nutzer der Sparkassen-App dann per Smartphone Terminvorschläge ihres Kundenberaters erhalten oder Immobilienangebote, abgestimmt auf ihre persönlichen Wünsche. Im Schnitt kontaktiert ein Kunde seinen Berater derzeit nur alle zwei Jahre. Zu wenig, meinen die Sparkassen. Etwa ein Viertel der 417 Institute habe Interesse gezeigt, sagt Oelling. Im Oktober könnte er mit den ersten Installationen beginnen.