Zwei Brüder bieten mit DoobGroup Selbstporträts aus dem 3-D-Drucker. Nutzer sind auch Modekonzerne.

Die Körperkopien aus dem 3-D-Drucker, die Miki Devic von sich (siehe Foto) und seinen Kunden anfertigt, sind verblüffend detailgetreu. Solche Figuren erstellen zwar auch andere, aber der 37-Jährige und sein Bruder Edwin, 46, bieten mit ihrem Start-up DoobGroup mehr.

So können sich etwa Fans des Musikers Cro bei dessen Konzerten scannen und ihren Avatar in einer Doppelskulptur mit ihrem Lieblingsstar drucken lassen. „Die Miniaturen sind die perfekte Metapher für das Potenzial, das in der industriellen Verarbeitung von individuellen 3-D-Daten steckt“, sagt Devic.

Der Düsseldorfer will 3-D-Druck mit digitaler Produktion verbinden, weit über den Druck einzelner Figuren hinaus. Die Gründer möchten alle Prozesse der 3-D-Fertigung automatisieren und haben dafür – neben dem telefonzellengroßen Körperscanner – eine eigene Softwareplattform entwickelt. Sie berechnet 3-D-Scans binnen weniger Minuten druckfertig und macht sie so industriell nutzbar. Das könne bis zur Herstellung individueller medizinischer Prothesen reichen, sagt Devic. Der Modekonzern Uniqlo hat die Doob-Technik gerade in Paris, Berlin und New York genutzt.

Hunderte Kunden konnten ihr 3-D-Selfie erzeugen lassen. Und Uniqlo bekam einen repräsentativen Querschnitt aktueller Körpermaße für das nächste Kleidungsdesign.