Box at Work bietet wiederverwendbare Umzugskisten: Mit einer Millionenfinanzierung baut das Start-up nun sein Auslandsgeschäft aus und will auf den US-Markt.

Vor einem Jahr merkte Gerrit Reinders, dass seine Idee funktioniert. Der Gründer des Start-ups Box at Work vermietet Plastikkisten für Umzüge, die bei Bedarf auch gleich eingelagert werden. Nach der Gründung im Januar 2015 und dem Start in Berlin begann Box at Work dann vor einem Jahr, seinen Service auch in anderen Städten anzubieten.

Inzwischen ist das Angebot in sieben deutschen Städten verfügbar, darunter Hamburg und Stuttgart. „Es werden in diesem Jahr noch einige dazu kommen“, sagt Reinders. So ist beispielsweise der Start in Köln geplant, nur München sei wegen der hohen Kosten für große Lagerflächen schwieriger.

Box at Work arbeitet dabei mit vier Franchisepartnern zusammen. So könne das Unternehmen mit seinen nun 30 Mitarbeitern schneller wachsen. „Wir schaffen es gar nicht, dass alles selbst zu machen“, sagt Reinders. Denn inzwischen kooperiert Box at Work mit Partnern wie Sixt, RWE oder auch dem kriselnden Umzugs-Start-up Movinga, die ihren Kunden bei Umzügen die Boxen und Lagermöglichkeiten vermitteln.

Box at Work Gründer: „Wir wollen jetzt in die USA gehen“

Mit Zürich und Zug hat Box at Work auch den ersten Schritt ins Ausland getan, nun steht Frankreich auf dem Plan. „Wir wollen dort in diesem Jahr starten“, sagt Reinders. Auch in seiner niederländischen Heimat hat das Unternehmen eine Tochterfirma gegründet. „Natürlich möchte ich gern nach Amsterdam, schon weil ich den Markt am besten kenne“, sagt Reinders, „doch in Zürich oder Paris ist der Bedarf größer.“ So wird der Start in Amsterdam noch dauern, denn ein noch größerer Markt hat nun Priorität.

„Wir wollen jetzt in die USA gehen“, sagt Reinders. Dafür hat Box at Work in einer Series-A-Finanzierungsrunde 5,5 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld stammt von einem niederländischen Familienunternehmen im Immobiliensektor. „Das ist für uns auch ein strategischer Partner für die US-Expansion“, sagt Reinders. Denn das Unternehmen betreibe selbst zahlreiche Immobilien in den USA.

Dort gibt es allerdings Wettbewerber wie Clutter und MakeSpace, die beide jeweils um die 30 Millionen Dollar Wagniskapital eingesammelt haben. Trotzdem sind sie längst nicht in allen großen Städten, MakeSpace beispielsweise bietet seine Dienste bislang nur in New York, Chicago, Los Angeles und Washington D.C. an. Reinders sieht daher noch genug Potenzial, perspektivisch hofft er aber auch auf US-Investoren. „Doch dafür muss man erst einmal drüben sein“, sagt Reinders, „und erst einmal reicht das Geld auch.“