Aus für den Online-Accessoireshop Pearlfection: Das 2008 gegründete Start-up ist insolvent. Das wird neben den Gründern auch ein paar namhafte Investoren treffen.

Sein vorläufiges Aus bringt das Start-up Pearlfection auf seiner Internetseite ganz nüchtern auf den Punkt. „Leider sind wir momentan Online nicht erreichbar“, heißt es auf dem Onlineportal des Schmuckshops. Das 2008 gegründete Münchner Unternehmen ist insolvent. Darüber berichtete zuerst Deutsche-startups.de.

Die Insolvenz zeichnete sich allerdings schon deutlich früher ab, wie die Daten des Justizportals Insolvenzbekanntmachungen zeigen. Demnach wurde bereits Ende Januar erstmals ein Insolvenzverwalter eingesetzt, am 13. März das Verfahren offiziell eröffnet.

Eine Woche später zeigte der berufene Insolvenzverwalter dem Gericht eine Masseunzulanglichkeit bei Pearlfection an. Das noch vorhandene Vermögen wird also voraussichtlich nicht mal ausreichen, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu begleichen. Damit wird es auch unwahrscheinlich, dass die Investoren ihr Geld wiedersehen.

Auch englische Adresse nicht mehr erreichbar

Das trifft in diesem Fall die Kapitalgeber, darunter bekannte Namen wie der ERP-Startfonds der Kfw oder Idealo-Gründer Martin Sinner. Gemeinsam mit den Investoren Mountain Super Angel, E-Commerce Alliance und Berlin Ventures hatten sie Ende 2012 eine niedrige siebenstellige Summe in das Start-up investiert. Zuvor hatte das Unternehmen bereits eine mittlere sechsstellige Summe eingesammelt.

Pearlfection wurde 2008 von Hendrik Ernst gegründet. Auf dem Onlineportal konnten Kunden Schmuck und Accessoires individuell gestalten und sie beispielsweise gravieren lassen. Neben der deutschen Webseite verweist auch die englische Adresse nur auf eine Notfall-E-Mail-Adresse.