Der Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh bereitet einen Börsengang vor: Dabei sollen primär neue Aktien ausgegeben werden, deren Erlös HelloFresh selbst zufließt.

Der Internet-Konzern Rocket Internet bringt eine erste Beteiligung an die Frankfurter Börse: In der jüngsten Finanzierungsrunde war HelloFresh mit 2,6 Milliarden Euro bewertet worden. Die Aussicht auf einen Börsengang hatte die Rocket-Aktie stark nach oben getrieben. Rocket hält nach eigenen Angaben 56,4 Prozent an HelloFresh. HelloFresh legte sich nicht auf einen Zeitpunkt für die geplante Emission fest. In der Regel dauert es von der Ankündigung bis zur Erstnotiz aber rund vier Wochen. Begleitet wird der Börsengang federführend von den US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley.

Das Kochbox-Start-up Hellofresh schaffte es mit der letzten Finanzierungsrunde unter die „Einhörner“. Nachdem das Unternehmen aus dem Rocket-Internet-Dunstkreis bereits im Februar 110 Millionen Euro einsammelte, wird es nach einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 75 Millionen Euro nun mit 2,6 Milliarden Euro bewertet. „Einhörner“ bezeichnen in der Start-up-Szene junge Unternehmen, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind. Hellofresh wurde schon seit längerem als potenzieller Kandidat für diesen Titel gehandelt.

Das Start-up Hellofresh liefert Kochboxen, in denen der Kunde ein Rezept und alle Zutaten für die Zubereitung finden. Nach Angaben von Rocket Internet gehen pro Monat vier Millionen solcher Boxen an Kunden in aller Welt. Hellofresh zählt zu einem der „Proven Winners“ von Rocket Internet und machte 2014 einen Umsatz von mehr als 70 Millionen Euro, das bedeutete ein Wachstum von fast 400 Prozent im Verlgeich zu 2013. Allerdings schreibt das Start-up wie die meisten Rocket-Schützlinge noch Verluste.