Der Berliner Inkubator vermeldet erneut steigende Umsätze, aber auch steigende Verluste für seine Start-ups. Trotzdem bleibt Rocket Internet optimistisch.

Das deutlichste Signal an die Aktionäre ging am Mittwoch nicht von den Zahlen des Start-up-Inkubators Rocket Internet aus, sondern von einer Präsentation. Darin stellte die Berliner Unternehmensschmiede neun Ziele auf, an denen sie sich messen lassen will.

Neben Versprechen wie mehr Transparenz zählten dazu auch zwei bemerkenswerte Zusicherungen bezüglich der Verluste der Start-ups: Rocket versicherte nicht nur, dass der Verlust-Zenit der sogenannten „Proven Winners“ in diesem Jahr erreicht werde, sondern versprach auch, dass drei Start-ups binnen der nächsten 24 Monate die schwarze Null erreichen würden.

Nur zwei Start-ups können das Minus verringern

So deutlich hatte sich der Inkubator der Samwer-Brüder bislang noch nicht zum hohen Minus seiner Start-ups positioniert. Zwar hatte Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer bereits auf der Noah-Konferenz in diesem Jahr gesagt, dass man nicht an Unternehmen glaube, die nach zehn Jahren noch nicht profitabel seien. Doch Verluste, so lautete die Philosophie bislang, gehörten eben zum E-Commerce dazu.

Wie ambitioniert das Ziel ist, dass sich Rocket Internet gesetzt hat, bewiesen die Zahlen am Mittwoch. Die Start-up-Schmiede musste für seine „Proven Winners“ – Unternehmen mit besonders hohen Umsätzen oder Finanzierungsrunden – fast durchweg steigende Verluste verkünden. Mit den Zalando-Klonen Lamoda und Namshi konnten nur zwei der 13 Start-ups das Minus etwas verringern.