Das 2014 gegründete Unternehmen ist auf den Schutz von Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen spezialisiert.

Industrielle Netzwerke vor Hackerangriffen schützen: Das ist das Ziel von Rhebo. Das Leipziger Start-up entwickelt Hard- und Software, um die Datenkommunikation von Steuersystemen zu überwachen und so frühzeitig Anomalien zu erkennen. Für die Weiterentwicklung des Systems und die Stärkung des Vertriebs hat das Technologieunternehmen nun einen siebenstelligen Betrag eingesammelt.

Wie das Start-up in der vergangenen Woche bekannt gab, sind der Stahlkonzern SHS und das Ferngasunternehmen VNG über ihre jeweiligen Wagniskapitaltöchter als neue Investoren eingestiegen. Beteiligt an der Finanzierungsrunde waren zudem die in Münster ansässige VC-Gesellschaft eCapital und der Technologiegründerfonds Sachsen. Die beiden Bestandsinvestoren hatten Rhebo bereits 2016 mit 2,5 Millionen Euro unterstützt.

Schutz von kritischer Infrastruktur

„Mit der VNG Innovation GmbH und SHS Ventures konnten wir zwei starke strategische Partner hinzugewinnen, die unsere Kernmärkte der kritischen Infrastrukturen und Automatisierungsindustrie bestens kennen“, sagt Rhebo-CEO Klaus Mochalski. Zur „kritischen Infrastruktur“ zählen Einrichtungen, deren Ausfall die öffentliche Sicherheit erheblich stören würden. Dazu gehören etwa Kraftwerke, Telekommunikationsnetze, Banken und Flughäfen.

Das Start-up verspricht, dass verdächtige Vorgänge in der Datenkommunikation durch die Technik des Unternehmens in Echtzeit gemeldet werden. So sollen Anlagenbetreiber schnell gegensteuern können. Erfasst würden neben möglichen Cyberangriffen auch Netzwerkprobleme und Maschinenstörungen.

Rhebo wurde 2014 von Mochalski, Martin Menschner und Frank Stummer gegründet. Anfang des Jahres ist die Marketingchefin Kristin Preßler als Chief of Operations (COO) in die Geschäftsführung aufgerückt.