Vier Gastronomie-Konzepte buhlen um ein Investment: Das ist die Idee der Sendung „Restaurant Start-up“. WiWo Gründer war bei den Dreharbeiten vor Ort.

Es könnte ein Burgerladen wie einer von vielen in Berlin-Friedrichshain sein: Unauffälliges Ladenlokal, spärliche Deko, kleine Auswahl, die Gäste essen und reden an länglichen Tischen. Doch das Restaurant „Buns & Sons“ wird es in dieser Form nicht wieder geben. Denn „Buns & Sons“ ist keine klassische Neueröffnung: Der Laden ist im Rahmen der neuen Fernsehsendung „Restaurant Start-up“ entstanden – und wird schon wenige Stunden nach seiner Eröffnung wieder verschwinden.

In der Kabel-1-Produktion buhlen pro Ausstrahlung vier Gastronomie-Konzepte um Startkapital. Die Idee für die Sendung stammt, wie so oft, aus den Vereinigten Staaten. Dort starteten die Macher bei CNBC die erste Staffel im Juli 2014. Wegen guter Zuschauerzahlen gab der Sender schon vor dem Finale bekannt, eine zweite Staffel für 2015 aufzulegen. Ab Dienstagabend muss sich das Konzept nun auf den Mattscheiben der Bundesrepublik bewähren. An sieben Abenden stellen sich in der deutschen Version je vier Teams dem Fernsehpublikum.

Fleisch versus Veggie

Der Ablauf gleicht dem Originalkonzept bis ins Detail: Im ersten Teil der Sendung präsentieren die Teams ihr Konzept den Investoren, in Deutschland sind das Joey’s-Pizza-Gründer Carsten Gerlach und Enchilada-Geschäftsführer Torsten Petersen. Die beiden Manager entscheiden nach einer ersten Testrunde, welche zwei Konzepte sie gerne live erleben wollen. Für die auserwählten Teams bedeutet das: Mit einem Kapital von 7500 Euro binnen weniger Tage ein kleines Pop-up-Restaurant dekorieren und ausstatten, ein Logo entwickeln – und schließlich für drei bis vier Stunden Gäste bewirten. Am Ende wählen die beiden Investoren das Konzept, das sie für überzeugender halten, und bieten dem Start-up Geld für Prozente am Unternehmen an.

Die Ladenlokale für die beiden Pop-up-Restaurants stehen sich in Berlin-Friedrichshain auf der Neuen Bahnhofstraße fast genau gegenüber. Jede Woche wechseln Logo und Dekoration, jede Woche sind sie nur für ein paar Stunden geöffnet – nämlich dann, wenn echte Gäste das Essen testen dürfen. Das Motto der vorletzten Sendung der ersten Staffel: Fleisch versus Veggie. Benni Dorp und Ramon Backus von „Buns & Sons“ konkurrieren an diesem Samstag mit Okan Sahin von „Die kleene Aubergine“, einem vegan-vegetarischen Restaurant.