Der Coworking-Anbieter baut ein neues Geschäftsfeld auf und will Start-ups aus speziellen Branchen vernetzen. Den Auftakt bildet die Kooperation mit einer Versicherungsagentur.

Starthilfe im Coworking-Space: Der Büroplatzvermieter Rent24, der aktuell 35 Standorte betreibt, eröffnet gemeinsam mit der Berliner Versicherungsagentur Allianz F200 ein neues Angebot. Gegen Gebühr sollen sich Gründer und junge Start-ups aus dem Versicherungs- und Fintech-Bereich für drei Monate an zwei Berliner Standorten in direkter Nähe zu den Versicherungsvertretern einmieten – und so im täglichen Austausch Feedback zu ihrem Produkt einholen können.

Dazu sind Workshops mit Kunden, Mitarbeitern und Vorständen der Allianz F200 geplant, damit „die Start-ups aus drei verschiedenen Blickwinkeln ehrliches und direktes Feedback einholen können“, sagt Rent24-Chef Robert Bukvic gegenüber WirtschaftsWoche Gründer. Durch dieses Programm sollen die Start-ups schneller überprüfen können, welchen Markt es für ihre Produktidee gibt.

Konkurrenz um die Coworking-Mieter

Rent24, die sich im Coworking-Geschäft in harter Konkurrenz mit anderen Ketten wie WeWork oder Mindspace befindet, will solche Angebote als neues Geschäftsfeld ausbauen. Bislang können Einzelpersonen, Start-ups oder Teams von Unternehmen für kürzere oder längere Zeiten Schreibtische oder Büros mieten – und sollen von dem Austausch in Kaffeeküche und auf den Gängen inspiriert werden. Diese Dienstleistung und den Anschluss an die Coworking-Gemeinschaft lassen sich die Anbieter in der Regel gut bezahlen.

Mit dem neuen Angebot sollen nun gezielt Unternehmen aus einzelnen Technologie- und Industriezweigen untergebracht werden. Der Kontakt zur Allianz F200 entstand durch den persönlichen Austausch in Berlin, weitere Standorte sollen mit den Versicherungsexperten jedoch erschlossen werden.

Darüberhinaus plant Rent24 alleine bis Ende dieses Jahres sieben weitere “Knowledge Hubs” mit Schwerpunkten wie Blockchain, E-Commerce oder Logistik. Diese Hubs könnten gemeinsam mit Partnern oder alleine erschlossen werden. Mit einem ähnlichen Anspruch sind jedoch auch – zum Teil staatlich geförderte – Anlaufpunkte wie die Standorte der De-Hub-Initiative oder regionale Gründerzentren unterwegs.