Das Jenaer Start-up Redwave Medical feilt an einem Algorithmus für Blutdruckmessgeräte und sichert sich dafür die Unterstützung von Investoren.

Mit Bluckdruckmessung zum Erfolg: Das Jenaer Start-up Redwave Medical hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen und sich Seed-Investments der thü­rin­gischen Beteiligungsgesellschaft bm-t und eines Business Angels gesichert. Zur Höhe der Finanzierung machten die Investoren keine Angaben.

Hinter Redwave Medical stehen vier Gründer, die die Technologie der Blutdruckmessung revolutionieren wollen. Dafür entwickelt das Unternehmen einen Algorithmus für Blutdruckmanschetten, der den zentralen Blutdruck eines Patienten in der Hauptschlagader bestimmen kann. Bislang messen herkömmliche Geräte für zu Hause nur den Druck im Arm. Diese Messwerte seien jedoch weniger geeignet, um das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall vorherzusagen. Die Firma beruft sich dabei auf aktuelle Studien. Obwohl es Redwave Medical erst seit vier Monaten gibt, steht bereits ein erster Prototyp des Algorithmus.

Noch 100 Millionen Euro zur Verfügung

Investor bm-t Beteiligungsmanagement Thüringen steigt über den Thüringer Start-up-Fonds (TSF) in die junge Firma ein. „Die Gründer überzeugen mit umfangreicher beruflicher Erfahrung im Bereich der Medizintechnik, insbesondere der Pulswellenanalyse“, erklärt der Investor in einer Pressemitteilung. Die bm-t ist eine Tochter der Thüringer Aufbaubank mit Sitz in Erfurt und investiert nach eigenen Angaben in innovative Unternehmen nahezu aller Branchen und in allen Phasen. 100 Millionen Euro stünden der Beteiligungsgesellschaft aktuell für Projekte zur Verfügung. Zu den bekannten Investments der Erfurter gehört das Video-Start-up Fayteq, das erst im August von Facebook übernommen wurde.

An der Finanzierungsrunde von Redwave Medical hat sich außerdem Seriengründer Gerhard Scheuch als Co-Investor mit Fokus auf Biotechnologie und Pharmaprodukte beteiligt.