Die Suche nach neuen Mitarbeitern ist oft langwierig und schwierig. Immer mehr große Konzerne suchen darum Unterstützung bei Gründern.

Fachkräftemangel, Active Sourcing sowie eine steigende Anzahl an Bewerbungsformen: Für Bewerber und Unternehmen gleichermaßen wird es immer schwieriger, den Überblick zu behalten – und letztlich den Richtigen zu finden. Nämlich den richtigen Job, beziehungsweise den richtigen Mitarbeiter. Keine Probleme haben dagegen die großen Konzerne: Unternehmen wie BMW, Audi, Porsche, Apple und Google können sich weiterhin die Rosinen aus all den Bewerbern herauspicken, die unbedingt für sie arbeiten wollen, alle anderen versuchen es weiterhin mit Karriere-Events für Studenten, der Stellenanzeige auf der Unternehmensseite, Jobsuchmaschinen und sozialen Netzwerkplattformen. “Das eigentliche Problem liegt aus meiner Sicht eher in der jeweiligen Ansprache der Kandidaten, hier gibt es noch einiges Optimierungspotential. Denn die Mitarbeiter von morgen möchten individuell und passgenau kontaktiert werden”, sagt Tim Weitzel, Professor am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Bamberg und Mitautor der aktuellen Studienreihe “Recruiting Trends 2016” und “Bewerbungspraxis 2016” des Bamberger Centre of Human Resources Information Systems.

Automatisches Headhunting

Dabei bietet gerade das technikgestützte Recruting mehr Möglichkeiten denn je, um beide Parteien zusammenzubringen. Die Auswahl reicht von Robot Recruiting über Gamification bis hin zu Bewerbermanagementsystemen. Das sogenannte Robot Recruiting bei dem ein Algorithmus Stellensuchenden automatisiert offene Stellen, oder umgekehrt Unternehmen geeignete Kandidaten, empfiehlt, ist das Geschäft von Instaffo. Das Heidelberger Start-up will seinen Kunden automatisches Headhunting für “anspruchsvolle Jobs und leitende Positionen” anbieten.

Will, denn noch ist das Unternehmen gar nicht online. Erst Anfang Mai soll der Service zur Verfügung stehen, der sich zunächst an Fachkräfte und Arbeitgeber aus den Bereichen IT, Finance und Marketing richtet. Für die Zukunft ist eine Ausweitung auf andere Branchen geplant. Neben reinem Fachwissen und Zeugnissen kann auch nach Softskills und Eigenschaften gefiltert werden, die die Bewerber über sich angeben.

Verkaufsargument sei das Preis-Leistungsverhältnis, wie Daniel Schäfer sagt. Er gründete das Heidelberger Start-up gemeinsam mit Christoph Zöller. „Die Stelle macht sich auf die Suche nach dem Kandidaten. Das Unternehmen zahlt erst, wenn es zu einer Einstellung kommt. Dann wird eine Pauschale von 6000 Euro fällig, wir nehmen also nicht, wie ein regulärer Headhunter, ein Drittel des Gehalts.“