Immer mehr junge Leute wollen sich nach ihrem Schulabschluss ehrenamtlich im Ausland engagieren. Davon profitieren auch Unternehmensgründer.

Der Schulabschluss ist in der Tasche, doch nach Monaten der Lernerei erscheint den meisten der direkte Sprung vom Klassenzimmer in den Hörsaal oder in den Ausbildungsbetrieb keine besonders attraktive Vorstellung. Immer mehr junge Leute entscheiden sich darum für eine Auszeit – am liebsten im Ausland.

Besonders beliebt: Der Freiwilligendienst, bei dem man ehrenamtliches Engagement mit einer Reise in ein fremdes Land und einen fremden Kulturkreis verbinden kann. Jedes Jahr lassen sich laut Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ e.V. rund 7000 Deutsche ins Ausland vermitteln um dort an einem sozialen Projekt mitzuarbeiten.

Eine Vergleichsplattform im Internet

Doch die eigentliche Arbeit beginnt bereits vor dem Abflug, denn zunächst müssen sich die angehenden Volontäre über einiges klar werden: Wohin soll ich gehen? Und was soll ich überhaupt tun? Kinder unterrichten? In einem Krankenhaus arbeiten? Bäume pflanzen? Die meisten beginnen ihre Recherche im Internet und stoßen auf ein scheinbar unendliches Angebot an Projekten und Vermittlern. Das richtige für sich zu finden ist alles andere als einfach.

Das wussten auch Pascal Christiaens, 27, Felix Rädel, 29 und Christian Wenzel, 31 aus eigener Erfahrung. Darum starteten die drei Düsseldorfer im Juli 2015 ihr Start-up Volunteer World, eine Vergleichsplattform im Internet, mit der sie angehenden Volontären einen Überblick über das Angebot an sozialen Hilfsprojekten verschaffen wollen. „Wir wollen dafür sorgen, dass die Freiwilligen ein Projekt finden, das wirklich zu ihnen passt. Nichts frustriert mehr und ist enttäuschender als wenn man erst vor Ort feststellt, dass die Arbeit nicht so ist, wie man sie sich vorgestellt hat“, erklärt Pascal Christiaens.