Mit einem intelligenten Handschuh hat ProGlove den Gründerwettbewerb der WirtschaftsWoche gewonnen. Nun investieren Intel und andere Geldgeber einen Millionenbetrag.

Mit dem US-Chiphersteller pflegt ProGlove schon länger eine gute Beziehung. Schließlich entstand die erste Version des intelligenten Handschuhs im Rahmen eines Intel-Wettbewerbs. Dafür klebten die Gründer einfach einen iPod auf einen Baumarkthandschuh und drehten damit ein Video. „Das konnte technisch nichts, sah aber cool aus“, erinnert sich ProGlove-Gründer Thomas Kirchner, der damit im Vorjahr den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb Neumacher gewonnen hat.

Inzwischen testen 20 Unternehmen wie BMW und Festo den Handschuh und auch Intel hat gesehen, dass aus der Idee ein vielversprechendes Produkt geworden ist. Daher investiert das US-Unternehmen über seinen Beteiligungsarm Intel Capital nun in ProGlove: Zwei Millionen Euro erhalten die Münchner in ihrer ersten Finanzierungsrunde. Beteiligt sind zudem noch Bayern Kapital und Gettylab.

„Die Lösung von ProGlove hat großes Potenzial, um physischen Stress und teure Fehler am Arbeitsplatz zu reduzieren“, sagt James Jackson, General Manager der Maker and Innovator Group bei Intel. ProGlove entwickelt intelligente Wearables, die dazu beitragen, mit der Hand ausgeführte Industriearbeiten effizienter zu machen.

Die in die Handschuhe integrierten Sensoren und Scanner erlauben es Arbeitern in der Fertigungs- und Logistikindustrie,  ihre Aufgaben leichter, schneller und sicherer auszuführen. Das integrierte System weist Arbeiter direkt auf Fehler im Arbeitsprozess hin, erfasst automatisch Arbeitsabläufe und Process-Compliance-Daten. „Wir sind davon überzeugt, dass ProGlove sich mit seinen Produktlösungen hervorragend in seinem Marktsegment positionieren wird“, ergänzt Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital.

Mit dem Geld soll das Team ausgebaut und der Marktstart in der zweiten Jahreshälfte vorangetrieben werden. Und Thomas Kirchner denkt auch schon über eine Expansion in die USA nach.