Das Münchener Start-up stellt Wearables für Industrie und Logistik her. Mit Hilfe der Kapitalspritze soll das Produktportfolio nun erweitert werden.

Auf der Hannover Messe dreht sich in dieser Woche wieder alles um die Vernetzung der Industrie – eine dazu passende Finanzierungsmitteilung kommt nun aus München: Das auf Wearables spezialisierte Start-up ProGlove hat 5,5 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Unter den Geldgebern sind Intel Capital, Gettylab, Bayern Kapital und DIVC.

Erstes Produkt von ProGlove war ein mit Sensoren und Scannern ausgerüsteter Handschuh, mit dem Arbeiter Informationen aus Maschinen auslesen und iuhre Arbeitsschritte dokumentieren können. Zu den ersten Abnehmern gehörten Audi, BMW und Festo, seither ist die Zahl der Kunden auf über 250 gestiegen. Schon beim Verkaufsstart 2016 hat das Start-up nach eigenen Angaben einen siebenstelligen Umsatz erzielt.

Internationale Expansion

Mit der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde hat sich das seit der Gründung 2014 eingeworbene Wagniskapital auf 7,5 Millionen Euro erhöht. Das Unternehmen mit seinen nunmehr 80 Mitarbeitern will jetzt weitere Wearables entwickeln. „Mit der neuen Finanzierung werden wir uns darauf konzentrieren, unser Produktportfolio um neue Hard- und Software zu erweitern“, sagt ProGlove-CEO Thomas Kirchner. Auch der internationale Vertrieb soll ausgebaut werden.

Intel war mit seinem Venture-Capital-Arm auch bisher schon an ProGlove beteiligt. Mit dem US-Chiphersteller pflegt das Start-up eine besondere Beziehung: Die erste Version des intelligenten Handschuhs war im Rahmen eines Intel-Wettbewerbs entstanden. Vor zweieinhalb Jahren hatte ProGlove auch den Neumacher-Wettbewerb der WirtschaftsWoche gewonnen.