Das Software-Start-up sammelt 3,4 Millionen Euro ein. Das Produkt hat nun aus einem Kunden auch einen Investor gemacht.

Immer wieder Buchungen abwickeln, immer wieder Urlaubstage abrechnen: Die Software des Berliner Start-ups Productive Mobile will dabei helfen, bestehende Prozesse in Unternehmen zu automatisieren – und dockt sich dafür an bestehende Unternehmenssoftware an. Statt Menschen übernehmen dann Programme einige routinemäßige Aufgaben. An da Wachstumspotenzial dieses Vorgehens glauben nun auch Investoren: Productive Mobile schließt mit 3,4 Millionen Euro eine umfangreiche Anschubfinanzierung ab.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Risikokapitalgeber Holtzbrinck Ventures, der Anfang des Jahres einen neuen Fonds abgeschlossen hatte und bald darauf in die Investitionsphase gestartet war. „Productive Mobile revolutioniert aufgrund der schnellen Integration und geringen Kosten die Art und Weise, wie Arbeitsabläufe geschaffen, optimiert und automatisiert werden“, sagt Jasper Masemann, verantwortlich für das Investment bei Holtzbrinck Ventures.

Mittelständler und Konzerne nutzen die Software

Daneben steigt auch Unternehmer Hans Georg Näder mit ein – er ist Inhaber des Prothesenspezialisten Otto Bock. In seiner Firma ist das Produkt des Berliner Start-ups bereits im Einsatz. „Als deutscher Hidden Champion in der Medizintechnik sehen wir bei Ottobock die Probleme, die Productive Mobile löst, jeden Tag“, sagt Näder. Nicht ohne Stolz verweist das 2014 gegründete Start-up zudem auf Firmen wie Porsche, Innogy oder Merck, von denen die Software genutzt wird.

Das frische Kapital soll an allen Ecken des Start-ups zum Einsatz kommen: Productive Mobile will die Markteinführung beschleunigen, das Produkt weiterentwickeln und neue Mitarbeiter in Berlin mit an Bord holen.