Das österreichische Start-up erhält in einer aktuellen Finanzierungsrunde eine Million Euro. Eversport braucht das Geld unter anderem für den deutschen Markt.

Das österreichische Start-up Eversport überzeugt einen deutschen Investor: In einer aktuellen Finanzierungsrunde, angeführt vom Berliner Wagniskapitalgeber Point Nine Capital, erhält das Wiener Unternehmen eine Million Euro. Auch der polnische Venture Capitalist RTAventures zählt zu den führenden Investoren der Kapitalspritze. Techstars und einige österreichische Business Angel haben sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt.

Als weitere Berater und Investoren hat sich Eversport zudem namhafte Gründer an Bord geholt, unter anderem Christian Reber von 6Wunderkinder. Er unterstützt das Start-up nicht nur finanziell, sondern soll den Österreichern auch in den Bereichen Produkt und Usability zur Seite stehen. Er solle dabei helfen, die App im mobilen Bereich „stetig weiter zu verbessern“, so Eversport.

Die siebenstellige Summe soll nicht nur in die mobile App fließen, sondern auch in die weitere Expansion. Derzeit werden zwei neue Märkte evaluiert. Welche Länder dies sind, wollte das Start-up nicht verraten. In Deutschland will Eversport sein Angebot insgesamt erweitern. Dazu baut das Unternehmen sein Vertriebsteam in vier großen Städten weiter aus. Sp wolle man mehr Sportcenter für das Portal gewinnen, heißt es von Eversport auf Anfrage.

Konkurrenz aus Köln

Derzeit listet die Plattform rund 23.000 Sportplätze in 4500 Städten in der Bundesrepublik. Von diesen Sportstätten sind allerdings nur 40 aktuell buchbar. In den nächsten zwölf Monaten sollen es nach Angaben des Start-ups rund die Hälfte in allen großen Städten sein.

Eversport, nicht zu verwechseln mit dem ProSiebenSat.1-Investment Eversport, hat einen Marktplatz entwickelt, über den Privatpersonen Sportplätze mieten können. Nach eigenen Angaben zählen zum Portfolio mehr als 30.000 Hallen und Plätze von bis zu 100 Sportarten. Das Unternehmen wurde 2013 von Hanno Lippitsch, Andreas Woditschka und Emanuel Steiniger gegründet.

Das Geschäftsmodell funktioniert über eine Bearbeitungsgebühr: Wenn der Nutzer über Eversport bucht, behält das Start-up fünf Prozent des Preises ein. Sportanbieter können die Plattform ebenfalls nutzen, für sie fällt eine Gebühr von 89 Euro an.

Mit ihrer Plattform konkurrieren die Österreicher mit dem Kölner Start-up Easysport. Auch dort können Kunden Sportplätze buchen, zudem können sie auch nach Trainern oder Kursen suchen. Anders als Easysport versteht sich Eversport allerdings nicht als reiner Marktplatz, sonder als „umfassende Cloud-Software für Sportanbieter“.