Das Berliner Start-up schließt eine neue Finanzierungsrunde ab. Mit einem stetig wachsenden Geschäftsmodell sollen jetzt auch neue Märkte erschlossen werden.

Lernen soll sich lohnen – für Studierende, Firmen und Start-ups: Mit diesem Ansatz ist das Berliner Unternehmen PlusPeter seit zwei Jahren unterwegs. Gestartet ist die junge Firma mit Lernskripten, die für Studierende mit personalisierter Werbung versehen wurden – aber dafür frei Haus gedruckt und versandt wurden. 1000 Skripte verlassen nach Angaben des Start-ups mittlerweile täglich das Unternehmen.

Mittlerweile arbeitet sich das Start-up aber auch immer stärker in den digitalen Bereich vor. Diesen Weg begleiten Investoren wohlwollend: Nach einer Millionenfinanzierung im Gründungsjahr erhält PlusPeter nun 2,5 Millionen Euro, um die Entwicklung neuer Produkte zu ermöglichen. Neben einer App und einer Jobbörse solle in diesem Jahr noch ein „bahnbrechendes E-Learning-Tool“ folgen, kündigt Mitgründer Cecil von Croÿ an, auf der Studierende ihre Dokumente digital organisieren, verwalten und teilen können.

Nachwuchssuche via Uni-Skript

Parallel will das Start-up in diesem Jahr auf dem polnischen Markt beginnen. Das Print-Produkt solle auf weitere Studentenmetropolen übertragen werden, durch den jungen Altersschnitt sei Polen dafür besonders prädestiniert, so Croÿ. 2019 soll dann der Sprung auf den amerikanischen Markt gelingen.

Neu als Geldgeber dabei sind jetzt auch das Verlagshaus Müller Medien, das bereits in Start-ups wie Billomat und Gebraucht.de investiert ist, sowie die Berliner IT-Beratung Core SE. Neue wie alte Gesellschafter hoffen auf den Erfolg an einer lukrativen Schnittstelle: Mit dem Ziel, Studierende und Unternehmen insbesondere für das Recruiting zusammenzubringen, sind auch viele Start-ups unterwegs.

PlusPeter, unter deren 800 Werbekunden etwa Paypal und die Deutsche Bahn sind, setzt stark auf diesen Hebel. Jeder siebte Werbekunde nutze Skripte und Plattform, um Nachwuchs zu finden, so das Start-up.