Ein Österreicher verknüpft Zahnbürsten mit Handyspielen. Nun hat Playbrush den Großkonzern Unilever als Partner gewonnen.

Zähneputzen gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kindern, mit Smartphones zu spielen hingegen schon.

Der Österreicher Paul Varga kam daher auf die Idee, beides zu verbinden. Mit seinem Start-up Playbrush entwickelte er eine Technologie, die Zahnbürsten in Spielecontroller für Smartphones verwandelt.

Die normale Zahnbürste wird dabei in den bunten Playbrush-Aufsatz gesteckt. Per Bluetooth verbindet sie sich mit dem Handy, auf dem dann vier verschiedene Spiele gestartet werden können.

Die Kinder kämpfen dabei gegen Karies-Monster, malen Bilder an oder fliegen per Flugzeug auf den Zahnstern. Die Spielfiguren werden durch die Putzbewegungen gesteuert. Eingebaute Bewegungssensoren messen Dauer und Geschwindigkeit des Putzverhaltens, ein Belohnungssystem mit Punkten soll zum intensiven Putzen motivieren.

Zum Start 2014 finanzierte sich Playbrush durch eine Crowdfunding-Kampagne, dann investierten der österreichische Business-Angel Hansi Hansmann und die Venture-Capital-Firma Speedinvest insgesamt 700.000 Euro. Inzwischen hat das Unternehmen 60.000 Playbrush-Aufsätze zum Preis von knapp 30 Euro verkauft.

Weiteren Schub soll nun eine Kooperation mit dem Konsumgüterriesen Unilever bringen. Der bietet das Produkt in Frankreich künftig über seine Zahnpastamarke Signal an. „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft“, sagt Gründer Vargas. „Vor allem darüber, dass ein solch riesiges Unternehmen so schnell und unkompliziert agiert.“ Denn die Kooperation sei in wenigen Meetings festgezurrt worden.