Bayern-Profi Philipp Lahm investiert in Fanmiles. Bereits Mario Götze und Marco Reus geben dem Berliner Start-up ein Gesicht. Was der Ex-DFB-Kapitän damit erreichen will.

Fußballprofi Philipp Lahm ist bei Fanmiles als Gesellschafter eingestiegen – und steht damit in einer guten Tradition anderer Fußballprofis wie Mario Götze und Marco Reus. Das Berliner Start-up hat eine Plattform entwickelt, auf der Fans für ihre Treue rund um ihre Stars belohnt werden und durch Interaktionen sogenannte Fanmiles sammeln, eine Fan-Währung. Dann winken Prämien. Im Interview hat Philipp Lahm mit uns über sein Engagement und seine künftigen Ziele gesprochen.

Herr Lahm, warum investieren Sie in Fanmiles?
Philipp Lahm: Meine Fußballkarriere neigt sich definitiv dem Ende zu. Dann bin ich aber erst Mitte dreißig und brauche neue Aufgaben und  Herausforderungen. Fanmiles finde ich zum jetzigen Zeitpunkt besonders interessant, weil ich mich als noch aktiver Sportler über meine eigene Fanmiles-Seite bei meinen Fans für ihr Interesse an meinen Aktivitäten und ihre Unterstützung meiner Engagements bedanken kann. Geleichzeitig aber auch als Gesellschafter eine sehr spannende und entscheidende Phase eines Start-ups im Online-Bereich miterleben kann.

Was erhoffen Sie sich von Ihrer Investition?
Ich möchte als Gesellschafter Einblicke in unternehmerische und wirtschaftliche Abläufe gewinnen, etwas Neues lernen und mich als Markenbotschafter schon jetzt aktiv einbringen. Noch liegt mein Hauptfokus ganz klar auf dem Platz und meinen Aufgaben beim FC Bayern. Ich kann mir aber auf jeden Fall vorstellen, danach auch als Unternehmer aktiv zu sein.

„Meine aktive Karriere neigt sich dem Ende zu“

Wie können Sie sich – außer mit Geld und Ihrer Bekanntheit – einbringen?
Ich habe beim FC Bayern über die letzten zehn Jahre die Entwicklung eines Vereins zu einem international agierenden Unternehmen miterlebt und auf dem Platz als Kapitän Erfahrungen im Führen eines Teams gesammelt. Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe, diese Erfahrungen und Kompetenzen jetzt in einem neuen Zusammenhang zu nutzen und einzubringen. Aber für mich sind diese Beteiligungen Partnerschaften, keine einseitigen Investitionen. Weil ja auch ich umgekehrt viel Neues kennenlerne und Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge gewinne. Das macht großen Spaß.

Sie haben schon in Sixtus investiert. Unternehmerische Ambitionen sind also da. Sie planen also das definitive Karriereende?
Dass ich meine aktive Karriere als Fußballer beende, und weder beim FC Bayern meinen Vertrag verlängern noch irgendwo anders weiter Fußball spielen werde, steht ja schon seit einiger Zeit fest. Darum habe ich auch schon frühzeitig begonnen mich damit zu beschäftigen, was danach kommt. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, das begonnene unternehmerische Engagement mit Sixtus und Fanmiles auch noch auszubauen.

Herr Lahm, vielen Dank für das Gespräch.