Das HR-Start-up aus München holt einen neuen Investor an Bord. Das frische Kapital soll dazu helfen, die Software-Lösung bald europaweit anzubieten.

Wachstum, um anderen beim Wachstum zu helfen: Das Münchener Start-up Personio, ein Anbieter von Softwarelösungen für Personalabteilungen, hat den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Das 2015 gegründete Unternehmen erhält 10,5 Millionen Euro. Neu als Investor dabei ist die Venture-Capital-Gesellschaft Northzone. Auch die bisherigen Geldgeber Global Founders Capital und Picus Capital beteiligen sich erneut. In einer ersten Runde vor einem Jahr hatte Personio 2,1 Millionen Euro erhalten.

Nach eigenen Angaben nutzen bereits 400 Kunden die in München entwickelte Softwarelösung. Die Programme des Start-up mit aktuell 60 Mitarbeitern helfen Personalverantwortlichen bei der Verwaltung von Mitarbeiterdaten und dem Management von Bewerberprofilen.

Unterwegs nach Europa

Im Fokus stehen dabei Firmen zwischen 10 und 1000 Mitarbeitern. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen in dem Markt, der ein globales Volumen von 14 Milliarden US-Dollar vorweist, arbeiten immer noch mit altmodischen, manuellen Systemen, die Personio ablösen kann“, sagt Michiel Kotting, Partner beim neuen Investor Northzone, der aktuell an Firmen wie Spotify, Lesara oder Trustpilot beteiligt ist. Im ersten Schritt wollen die Münchener jetzt Kunden in ganz Europa finden – bislang beschränkt sich der Kundestamm überwiegend auf Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die intensiver werdende Suche nach Fachkräften (auch und gerade in der Start-up-Szene) sorgt auch für Bewegung bei den jungen Unternehmen, die sich dem Personalmanagement verschrieben haben. Das Berliner Start-up MoBerries erhielt im Mai eine Finanzierung in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Auch andere junge Firmen werben mit der richtigen Technologie oder dem richtigen Netzwerk, um bei der Personalsuche und dem Mitarbeitermanagement zu helfen.