Die Start-up-Branche wandelt sich schnell. Deshalb schauen wir an dieser Stelle zurück – auf das, was in dieser Woche in der Gründerszene wichtig war.

In der vergangenen Woche noch Hype-App, in dieser Woche plötzlich mit ernster Konkurrenz: War der Video-Dienst Meerkat bei SXSW noch überall vertreten, zog in dieser Woche Twitter nach – und stellte Periscope vor, „das bessere Meerkat“, wie „Gründerszene“ kommentiert. Seit Donnerstag ist die Twitter-Variante für das iPhone erhältlich. Für Meerkat könnte es nun schwer werden, war doch schon kurz nach der Übernahme durchgesickert, dass es der Kurznachrichtendienst der Konkurrenz-App schwer macht. Fast ein Kompliment für Meerkat, dass man von Twitter so wichtig genommen wird.

Wichtig nimmt man in der Start-up-Szene auch Bloomy Days, einen Blumendienst: Dort hieß es am Donnerstag „Danke für die Millionen“. Auch Rocket-Internet-Saubermann Helpling strich erneut eine Millionensumme ein. Modomoto, ein Styling-Start-up, das die deutsche Fernsehlandschaft derzeit mit Werbespots übersät, vermeldete gleichzeitig einen Umsatz von 20 Millionen Euro für 2014. Da scheint sich die TV-Werbung bezahlt zu machen.

Weniger glänzend sah es in der Schmuckbranche aus, vor allem wegen der Insolvenz von Pearlfection. Immerhin konnte die Pro-Sieben-Konkurrenz Valmano offenbar einen neuen Investor für sich gewinnen.

Ob tot oder lebendig, das fragten sich in dieser Woche gleich mehrere Medien bezüglich des Mobile-Payment-Anbieters Yapital. Doch einen Tag nachdem „Mobilbranche“ bereits den Countdown der Yapital-Zeit einläutete, meldete sich der neue Chef beim „IT Finanzmagazin“ zu Wort. Die Gerüchte dementieren konnte er in dem Interview aber nicht wirklich. Stattdessen ist nun klar, dass Yapital offenbar ernsthaft einen neuen Investor sucht. Das war ungefähr so neu wie der Ausstieg der German Start-up Group bei Amorelie.

Melancholischer angesichts eines Exits zeigt sich Sunstone Capital. Insgesamt drei Millionen Euro hatte der Investor in das Berliner Hörgeräte-Start-up Audibene investiert – nun meldet Sunstone seinen Exit. „Ich hätte es genossen, für die nächste Dekade mit Audibene zusammenzuarbeiten“, schreibt Max Niederhofer. Warum man das Start-up trotz der rasanten Wachstums an Sivantos veräußerte, das bleibt aber Niederhofers Geheimnis.