Wie unterscheiden sich amerikanische von deutschen Kunden?
Wenn es um neue Software geht, fallen die Entscheidungen in den USA sehr, sehr schnell. Wenn der Kunde Interesse hat, kann man die Programme sehr schnell und einfach einführen. Da spüren wir manchmal schon ein größeres Verständnis für Technologie.

Wie äußert sich das?
Manche Firmen hier und manche größere Unternehmen im generellen wollen partout nicht Programme aus der Cloud nutzen – da fallen wir dann raus. Gerade im deutschen Mittelstand spüren wir, dass Firmen eine lange Zeit brauchen, um den Schalter umzulegen.

Zielt ihr denn auf die ganz Großen als Kunden?
Wenn großen Unternehmen kommen, sagen wir auf keinen Fall Nein. Gerade in diesen Unternehmen fehlt oft eine gewisse Transparenz über Entscheidungsprozesse. Aber die direkte Akquise ist sehr aufwendig und dauert sehr lange – da konzentrieren wir uns aktuell nicht unbedingt drauf.

Anderen Unternehmen helfen, ihre Ziele zu definieren, ist das eine. Wie sehen die eigenen aus?
Das große Ziel ist es, ein tolles Kundenerlebnis zu bieten. Aber runter gebrochen bedeutet das natürlich, dass wir die Zahl der Nutzer steigen wollen, die wöchentlich aktiv sind. Und natürlich soll auch der monatliche Umsatz kräftig steigen.

Da ist man mit einem Software-as-a-Service-Modell doch recht komfortabel unterwegs.
Früher sah es so aus, dass Unternehmen Software gekauft haben und damit war die Geschäftsbeziehung beendet. Heute zahlt man pro Monat und kann aus den Verträgen auch schnell wieder aus. Das ist für die Kunden komfortabel. Aber es erhöht den Druck auf die Software und das Unternehmen dahinter erheblich.

Wie hoch ist denn der Umsatz aktuell?
Das darf ich nicht verraten. Wir haben aber im Moment 300 zahlende Kunden und etwa 12 000 Nutzer. In den vergangenen Jahren haben wir den Umsatz jeweils um den Faktor vier gesteigert. Das bleibt auch das Ziel für dieses Jahr – aber natürlich wird es immer herausfordernder.