Das Berliner Fintech bietet Geschäftskonten an. Das frische Kapital kommt nur acht Monate nach der ersten Finanzierungsrunde.

Es sind gute Zeiten für Digitalbanken, die auf Geschäftskunden zielen: Nachdem vor einer Woche Kontist eine Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen hat, folgt nun Penta. Wie das Fintech mit Sitz in Berlin gestern bekanntgab, hat das Unternehmen sieben Millionen Euro von den bestehenden Investoren eingeworben. Dazu zählt der britische Wagniskapitalgeber Inception Capital, der Lead-Investor bei der 2,2 Millionen Euro schweren Seed-Finanzierung vor acht Monaten war.

Während Kontist auf Freiberufler und Selbständige zielt, richtet sich Penta vor allem an Start-ups und mittelständische Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern. Nach eigenen Angaben hat das Fintech seit dem Start Ende 2017 mehrere Tausend Firmenkunden gewonnen. Mehr als zwei Drittel aller Neukunden seien Firmen, die von ihrer bisherigen Bank zu Penta gewechselt seien.

Partner der Solaris Bank

„Wir hatten das Glück, von Beginn an gut in die Gänge gekommen zu sein, sodass wir weniger Zeit darauf verwenden mussten, neue Investoren beziehungsweise Finanzierungspartner zu finden“, sagt Lav Odorovic, der Penta zusammen mit Luka Ivicevic, Sir Gabriel Holbach, Aleksandar Orlic, Jessica Holzbach und Igor Kuschnir gegründet hat. Das frische Kapital wollen die Gründer nutzen, um das aktuell 40-köpfige Team weiter zu vergrößern und neue Features auf den Weg zu bringen.

Kürzlich hinzugekommen ist die Möglichkeit, mehrere Kreditkarten und Onlinebanking-Zugänge für einzelne Mitarbeiter ausstellen zu stellen. Geplant sind nun unter anderem Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware. Mittelfristig soll es zudem Smartphone-Apps geben. Auch eine Expansion nach Frankreich und Großbritannien ist geplant.

Wie auch Kontist besitzt Penta aktuell keine eigene Banklizenz. Beide Fintechs pflegen stattdessen eine Partnerschaft mit der Solarisbank. Damit sind sie in guter Gesellschaft: An die Plattform des 2016 gegründete Unternehmens, das selbst im März 56,6 Millionen Euro von Investoren bekommen hat, docken zahlreiche Start-ups an.