Das Leipziger Start-up vermittelt Speditionen für sperrige oder große Ladungen. Eine siebenstellige Finanzierung soll jetzt in einem umkämpften Markt helfen.

Ob Palette, sperriges Paket oder Waschmaschine: Das Start-up Pamyra positioniert sich als Plattform, auf der Verbraucher und Unternehmen Speditionen für den spontanten Transport finden können. Jetzt hat das in Leipzig ansässige Start-up eine Finanzierungsrunde in nicht näher bezifferter Millionenhöhe abgeschlossen. Das Kapital stellen unter anderem das Beteiligungsmanagement Thüringen, der Technologiegründerfonds Sachsen sowie drei private Geldgeber bereit. Zudem engagiert sich der Frühphaseninvestor InnoEnergy erneut, der Pamyra bereits in einer frühen Phase unterstützt hatte.

Aktuell sind nach eigenen Angaben bereits mehr als 150 Speditionen auf der Plattform registriert. Die können dort freie Kapazitäten auf gefahrenen Strecken auch noch kurzfristig vermarkten, Nutzer will das Start-up einen transparenten Vergleich bieten. Das frische Kapital will das Team einsetzen, um sowohl das Produkt weiter zu verbessern. Geplant ist etwa, vom Stückgut auch stärker in Ladungstransporte zu expandieren – dabei geht es um die Vermittlung von Teilflächen in einem Lastwagen.

Logistik-Start-ups buhlen um Kunden

Parallel will das Start-up auch das Marketing verstärken. Das könnte wichtig werden – denn alleine sind die Leipziger mit ihrem Angebot nicht. Mit einem Fokus auf Privatkunden ist etwa in Deutschland das britische Start-up Shiply unterwegs.

Das Ziel von Pamyra ist es, stärker gewerbliche Kunden zu gewinnen, die regelmäßiger Speditionen anfragen. Auch um diese Unternehmenskunden werben zahlreiche digitale Firmen: Hinter Saloodo steckt etwa  der Logistikkonzern DHL, Instafreight konnte vor einem Jahr acht Millionen Euro Risikokapital einsammeln – und Freighthub zu einem ählichen Zeitpunkt gar 20 Millionen Euro.

In Leipzig ist sich das Pamyra-Team der Konkurrenz durchaus bewusst – aber bleibt optimistisch: Mit dem Vergleichskonzept verfolge man einen neuen Ansatz, sagt Mitgründer Steven Qual. Statt Auktionen um die Transportpreise stellen die Speditionen hier verbindliche Preise ein. Zudem plane man nicht, in die Containerlogistik und die Luft- oder Seefracht einzusteigen. „Wir sind die Jungs für die Straße“, sagt Qual.