Mit einer neuen Plattform will Optionspace Firmen dabei helfen, Arbeitsfläche auch für kürzere Zeiträume zu mieten. Das Start-up legt heute in vier deutschen Großstädten los.

Von einem Monat bis maximal einem Jahr: Mit diesen Mindestmietdauern will sich Optionspace als Vermittler von Büroflächen positionieren. Im Visier hat man dabei besonders Unternehmen, die heute nur schwer ihren Flächenbedarf in der näheren Zukunft absehen können – Start-ups etwa, deren Mitarbeiterzahl oft deutlich schneller wächst als die langen Mindestmietdauern, die bei gewerblichen Immobilien häufig üblich sind. „Unsere Vision ist es, den Büromarkt zu flexiblisieren, da dieser bislang sehr starr ist und den Bedürfnissen der Unternehmen kaum gerecht wird“, sagt Mitgründer Moritz ten Eikelder, der als Finanzvorstand bei Helpling zuletzt reichlich Erfahrung im Plattformgeschäft sammelte.

Mit einer knapp dreistelligen Zahl an Angeboten startet Optionspace heute offiziell. Zu Beginn gibt es Angebote in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main. Zuerst soll hier die Anzahl der Büroflächen auf dem Portal wachsen, dann wollen die Gründer die nächstgrößeren deutschen Städte aufnehmen. Von verwandten Angeboten wie etwa ShareDNC will sich Optionspace durch den Fokus auf komplette Büroräume im Gegensatz zu einzelnen Schreibtischen absetzen: „Bei uns ist die kleinste Einheit der Raum und es geht hin bis zur kompletten Büroetage“, sagt ten Eikelder.

Das Gründungsteam, zu dem noch Johannes Lomnitz und Simon Schütz gehört, sieht einen großen Bedarf bei Unternehmen nach flexiblen Mietdauern. Gleichzeitig wollen sie Vermietern die kurzfristigeren Verträge schmackhaft machen: „Die Mieter bringen für eine flexible Mietdauer auch eine höhere Zahlungsbereitschaft mit“, sagt ten Eikelder. Optionspace stellt den Vermietern bei einer erfolgreichen Vermittlung zehn Prozent der Warmmiete für maximal zwölf Monate in Rechnung.

Für eine erste Seed-Runde konnten zumindest schon prominente Investoren überzeugt werden: Dazu zählt der Seed-Venture-Arm der Viessmann-Gruppe, der Company-Builder Makers, die Helpling-Gründer Benedikt Franke und Philip Huffmann sowie die Immobilieninvestoren Paul Bauwens-Adenauer und Patrick Adenauer.