Repetitorien für angehende Juristen sind ein lukratives Geschäft – zunehmend auch im Netz. Bei Jura Online ist daher nun der Investor b-to-v eingestiegen.

Jura gehört zu den beliebtesten Studiengängen, dabei ist vielen von vornherein klar, wie schwer der Abschluss wird. In den beiden Staatsexamina liegen die Durchfallquoten zwischen 20 und 40 Prozent.

Das ist ein großes Geschäft für Nachhilfeanbieter. Die so genannten Repetitorien sind beinahe Standard und werden von 80 Prozent der angehenden Juristen besucht.

Inzwischen gibt es auch immer mehr Möglichkeiten, sich online auf die Prüfungen vorzubereiten. Unternehmen wie Lecturio, Juriq, Recht schnell oder Jura Online bieten Online-Repetitorien im Netz. Damit sind die Studenten nicht an feste Präsenzzeiten gebunden, zudem sind die Internetanbieter günstiger. Klassische Repetitorien können im Jahr fast 2000 Euro kosten, bei der Onlinekonkurrenz kann man etwa die Hälfte sparen.

Das Potenzial hat nun auch der Wagnisfinanzierer b-to-v entdeckt und investiert mit Business Angels 800 000 Euro in Jura Online. „Bis dato habe ich kein vergleichbar umfassende Software in diesem Bereich gesehen“, sagt Investor Bernd Hardes, der gemeinsam mit b-to-v bereits in Xing und Facebook investierte.

Das Portal bietet mehr als 1000 Lernvideos, Texte und Klausurenkurse und verspricht damit individualisierbare Lernpläne. 10 000 Studierende haben das Angebot seit dem Start 2015 bislang genutzt. Unsere Vision ist es, die exorbitant hohen Durchfallquoten unter Jurastudenten signifikant zu senken“, sagt Gründer und Geschäftsführer Nikolaus Thomale.