Das Startup Kyto hilft Unternehmen aus dem Mittelstand, ihre weltweite Bekanntheit zu steigern. Der Umsatz soll dieses Jahr im Millionenbereich liegen.

Der Maschinenbau muss das Internet zwar weniger fürchten als Schuhhändler, Reisebüros oder Plattenläden. Doch die Chancen werden auch zu wenig genutzt. „Der deutsche Mittelstand investiert kaum in Online-Marketing“, sagt Martin Mittermeier. Um das zu ändern, hat er gemeinsam mit Paul Wulff das Start-up Kyto gegründet. „Wir helfen Unternehmen, damit sie in Indien, China oder Russland gefunden werden“, sagt Mittermeier.

Dazu bietet Kyto eine Software, mit der sich Firmen in Branchenverzeichnisse und B2B-Marktplätze eintragen und die darüber eingegangenen Aufträge analysieren können. Viele Firmen haben sich zwar auf den wichtigsten Online-Portalen wie Alibaba, Industrystock oder Thomas.net registriert, doch weltweit gibt es etwa 1000 solcher Verzeichnisse, viele davon regional bedeutend, hierzulande aber wenig bekannt.

Zu den Kunden der Berliner zählen große Hersteller von Pumpen, Fräsmaschinen oder Turmuhren. Demnächst will Mittermeier den 100. Vertrag feiern, der Umsatz soll dieses Jahr im Millionenbereich liegen.

Auch Google wirbt seit Kurzem um den Mittelstand. Mit der Initiative „Weltweit Wachsen“ will Google Unternehmen dafür gewinnen, mehr Werbung in der Suchmaschine zu schalten. Auch Kyto könne Firmen bei Google sichtbarer machen: Die Einträge in B2B-Portale lägen bei den Suchergebnissen weit vorn.