Arrestbefehl gegen Vural Öger, Razzia bei Lovoo, Escort-Skandal bei der Noah – gleich mehrere prominente Namen machten in dieser Woche negative Schlagzeilen.

Als knurrigen Juror bei der „Höhle der Löwen“ lernten viele Vural Öger  kennen. Ende vergangenen Jahres musste sein Reiseunternehmen Insolvenz anmelden, nun läuft das juristische Nachspiel. Ein Gläubigerunternehmen erwikte einen Arrestbefehl. Der Vorwurf: Öger soll Immobilien an Freunde und Familie übertragen haben, um sich arm zu rechnen und sie einer möglichen Pfändung zu entziehen.

Auch Lovoo aus Dresden galt lange als Vorzeigeunternehmen. Aus eigener Kraft hatten die Brüder Benjamin und Björn Bak eine Art deutsches Tinder geschaffen, die Dating-App glänzte mit Nutzerzahlen und spielte auch ordentliche Umsätze ein. Doch dabei sollen viele Männer mit gefälschten Profilen gelockt worden sein. Im vergangenen Jahr wurden bereits die massiven Vorwürfe erhoben. Nun gab es eine Razzia, Benjamin Bak und Geschäftsführer Alexander Friede sitzen in Untersuchungshaft.

Ärger mit attraktiven Damen haben auch die Macher von Axel Springers Noah-Konferenz in Berlin. Das Who-is-Who der deutschen Gründerszene traf sich im Tempodrom, um Uber-Chef Travis Kalanick, Dieter Zetsche, Oliver Samwer oder die Erklärungen von Number26 zum Kündigungsskandal zu erleben. Doch die Party verstörte viele Teilnehmer: Aufgetakelte Escort-Damen sollen vielen Männer ihre Dienste angeboten haben. Unter dem Hashtag #Escortgate empörten sich viele Teilnehmer. Dahinter stand offenbar eine Aktion des Start-ups Ohlala, das per App bezahlte Dates vermittelt. „Leider ist die Aktion aus dem Ruder gelaufen“, entschuldigte sich Ohlala-Gründerin Pia Poppenreiter.

Die gute Nachricht der Woche kommt von einem Projekt namens Cube. Die neue Initiative hat einen neuen Start-up-Wettbewerb ausgeschrieben, Preisgeld ist die beeindruckende Summe von einer Million Euro. Das Geld kommt von unterstützenden Unternehmen wie Bayer, Volkswagen und der Messe Berlin. Denn Cube will Start-ups und Großunternehmen zusammen bringen. „Es geht uns darum, internationale Partnerschaften zwischen Startups und der Industrie möglich und auch sichtbar zu machen“, sagt Cube-Chef Torsten Oelke. Im kommenden Mai soll es eine eigene Messe geben, dort wird dann auch der Sieger des angeschlossenen Start-up-Wettbewerbs gekürt.