Das Münchener Start-up hat Bayern Kapital und mehreren Business Angels als Investoren gewonnen. Bisher setzen 15.000 Nutzer die Software ein.

Die Recherche und die Analyse von Patenten sowie anderen technologischen Dokumenten erleichtern: Das ist das Ziel von octimine technologies. Gegründet im Jahr 2015, hat das Spin-Off der LMU München und des Max-Planck-Instituts schnell Nutzer zugewonnen. Nun ist ein neuer Meilenstein erreicht: Bayern Kapital und mehrere Business Angels haben sich mit einem Millionenbetrag an dem Start-up beteiligt.

Mit den neuen Investoren im Rücken wollen die Gründer Matthias Pötzl und Michael Natterer ihr Produkt ausbauen. Die Software durchsucht verschiedene Datenbanken. Sie zeichnet sich durch eine leicht zu bedienende Benutzeroberfläche und eine übersichtliche Gruppierung relevanter Suchergebnisse aus. Dabei kommt künstliche Intelligenz in Form von maschinellem Lernen zum Einsatz.

Den Mittelstand im Blick

Das Unternehmen setzt seit Juli 2016 auf eine „Freemium“-Strategie: In der kostenlosen Version sind 20 Suchanfragen pro Monat möglich. Die Bezahlabos starten bei monatlich 59 Euro. In Kürze soll eine neue Funktion starten, mit der sich die Überwachung geistigen Eigentums automatisch überwachen lässt. Gerade für mittelständische Unternehmen ist das interessant, sind die Gründer überzeugt. In die Software sollen außerdem weitere Datenbanken integriert werden.

Nach eigenen Angaben hat octime weltweit 15.000 Nutzer und wird unter anderem bei Siemens, Adidas und der Harvard University eingesetzt. Das Start-up hat im Sommer 2016 den German Accelerator Award gewonnen und ist seitdem auch im Silicon Valley vertreten. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 16 Mitarbeiter – der Personalstamm soll in den kommenden Monaten weiter wachsen.