Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister will Gründer fördern – und eine entsprechende Gesetzesinitiative im Bundesrat einbringen.

Unternehmen entlasten, Mitarbeiterbeteiligungen an Start-ups attraktiver gestalten und Innovationen durch steuerliche Anreize unterstützen, um die Bedingungen  für Start-ups hierzulande zu verbessern – das ist der Plan der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart kündigte dazu in Berlin eine Gesetzesinitiative an, die Nordrhein-Westfalen am 6. Juli in den Bundesrat einbringen will.

Folgende Maßnahmen sind geplant:

1. Unterstützung von Start-up Unternehmen
Die steuerliche Freigrenze für Mitarbeiterbeteiligungen soll von derzeit 360 Euro auf 5.000 Euro jährlich angehoben werden. Das soll Start-ups als Arbeitgeber attraktiver machen und die Motivation der Belegschaft steigern, sich gemeinsam für einen gesteigerten Unternehmenswert zu engagieren.

2. Steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung
International verfügen 29 der 35 OECD-Länder über eine oder mehrere steuerliche Maßnahme zugunsten von Forschung und Entwicklung. Nun soll Deutschland nachziehen: Die Landesregierung fordert eine steuerliche Gutschrift für Unternehmen auf ihre forschungs- und entwicklungsrelevanten Personalkosten in Höhe von zehn Prozent. Durch eine Verrechnung mit der monatlich abzuführenden Lohnsteuer können Start-ups unkompliziert und schnell ihre Liquidität verbessern.

3.  Höhere Obergrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter
Auch bei den Sofortabschreibungen sollen Unternehmen entlastet werden: Die Landesregierung möchte die Obergrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 800 auf 1000 Euro anheben. Einfache und unkomplizierte Sofortabschreibungen sollen so besonders den Mittelstand entlasten, zum Beispiel bei der schnellen Erneuerung der IT-Ausstattung.