Die Geldtöpfe im Einzelnen:

  •  30 Millionen Euro fließen in den NRW.BANK.Seed Fonds 3. Hierbei handelt es sich um einen Dachfonds, der in regionale SeedFonds investiert. Vorteil ist die regionale Ausrichtung: Die Partner vor Ort, kennen die Bedürfnisse ihrer Unternehmen am besten. Höchstens 18 Monate alte Unternehmen z.B. der Informations-, Software-, Mikro-, Nano- und Biotechnologie sowie Robotik und Medizintechnik können bis zu 1,5 Millionen Euro über mehrere Finanzierungsrunden erhalten. Der Anteil der NRW.BANK liegt bei 30-45 Prozent – das restliche Kapital kommt von weiteren Investoren.
  • 100 Millionen Euro aus dem NRW.BANK.Venture Fonds 3. Zum Vergleich: Der Venture Fonds 1 hatte ein Volumen von 40 Millionen Euro, der Venture Fonds 2 80 Millionen Euro. Die NRW.BANK erhöht auch das Volumen pro Unternehmen: Waren es im Venture Fonds 1 und 2 über mehrere Finanzierungsrunden noch max. 5 Millionen, sind jetzt bis zu 10 Millionen Euro möglich. Die NRW.BANK beteiligt sich mit bis zu 49 Prozent. Finanziert werden junge, innovative Technologieunternehmen z. B. Informations- und Kommunikationstechnologie, Biotechnologie, Cleantech, Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Logistik.
  • 100 Millionen Euro kann die NRW.BANK künftig in Venture Capital-Fonds investieren, die Dritte verwalten – das sind 74 Millionen Euro mehr als bisher. Das Management verpflichtet sich, mindestens diese Mittel in NRW-Unternehmen zu investieren. Wirkung: Wenn ein öffentlich-rechtlicher Investor einsteigt, folgen auch andere. Zusätzlich eröffnen viele Fondsgesellschaften auch Büros in NRW, wenn die NRW.BANK einsteigt. Jüngstes Beipiel: Earlybird Healthcare.
  • 10 Millionen Euro NRW.Start-Up-Kapital: Gefördert werden Kapitalgesellschaften, die bereits eine Projektförderung aus dem Programm „START-UP-Hochschul-Ausgründungen NRW“ erhalten haben und nicht länger als ein Jahr bestehen. Die Förderung beträgt zwischen 50.000 und 200.000 Euro und wird in Form eines Wandeldarlehens vergeben.