Das niedersächsische Wirtschaftsministerium unterstützt junge Unternehmen mit einem Förderpaket und dem Bau neuer Start-up-Zentren.

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium startet ein neues Förderpaket für Start-up-Unternehmen im Land. Start-ups bekommen in der frühen Gründungsphase direkte finanzielle Unterstützung. Das Ministerium stellt unter dem Namen „NSeed” vier Millionen Euro Beteiligungskapital zur Verfügung. Damit kann das Land Beteiligungen an etwa 20 jungen Firmen erwerben – die dann mit dem Geld arbeiten können.

Außerdem sollen bis zu vier neue Start-up-Zentren im Land entstehen, die das Ministerium mit 600.000 Euro Anschubfinanzierung (maximal 50 Prozent der Kosten) unterstützen wird und in denen Start-ups für einen bestimmten Zeitraum vergünstigte Büroräume inklusive Ausstattung nutzen können und von erfahrenen Mentoren unterstützt werden. Als Träger der Zentren kommen zum Beispiel regionale Wirtschaftsförderer infrage.

Internetplattform soll Start-ups vernetzen

Eine neue Internetplattform namems startup.niedersachsen soll außerdem dazu beitragen, die niedersächsische Start-up-Szene besser zu vernetzen und auch nach außen darzustellen. Das Ministerium wird außerdem Matching-Veranstaltungen im Land anbieten, um junge und etablierte Unternehmen zusammenzubringen.

„Was junge, innovative Firmengründer mitbringen, ist neben einer guten Idee auch großes Engagement. Was ihnen häufig fehlt, ist Kapital auf der einen Seite und Gründer Know-how und Erfahrung auf der anderen Seite. Was sie brauchen, ist kompetente und intensive Beratung durch erfahrene Gründer sowie unbürokratische Unterstützung”, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies gestern in Hannover.

In Niedersachsen sind nach einer aktuellen Studie des Start-up Monitors des Bundesverbandes Start-up e.V. 131 Start-up-Unternehmen ansässig, das sind 10,7 Prozent aller Start-ups in Deutschland.