Die Gründer von Nextmarkets sammeln sechs Millionen Euro ein. Das Geld soll in die Internationalisierung und die Erweiterung des Teams fließen.

Das Kölner FinTech Nextmarkets hat sechs Millionen Euro erhalten. Zu den Investoren gehören die Altgesellschafter FinLab AG, Peter Thiel und Falk Strascheg. Neu an Bord sind die Axel Springer Media for Equity GmbH, die Crypto Asset-Spezialisten Cryptology Asset Group PLC und der britische Hedge-Fonds- Manager Alan Howard.

Das Geld soll unter anderem in die Internationalisierung fließen. „Seit Gründung lag der Fokus bislang hauptsächlich auf dem Aufbau der eigenen Technologie sowie der Regulierung als Wertpapierhandelsbank. Nun fokussieren wir uns auf die Markteinführung der Plattform in ganz Europa. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Innovationen geplant, für deren Entwicklung wir unser Team in den Bereichen Produktentwicklung, Online Marketing, IT und Banking erweitern möchten“, sagte Co-Gründer Manuel Heyden auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

Coaching in Echtzeit

Die nextmarkets GmbH ist ein deutsches FinTech-Unternehmen, das Privatanlegern helfen möchte mit dem sogenannten „Curated Investing“-Ansatz erfolgreicher an der Börse zu agieren. Dazu können sich die Nutzer von aktuell 14 deutschen und acht internationalen Experten in Echtzeit coachen lassen und deren Analysen folgen. Die Profis arbeiten freiberuflich für das Start-up und haben, so Manuel Heyden, alle jahrelange Erfahrungen in der Finanzbranche, beispielsweise als Investmentbanker oder Börsenhändler.

Eine fünfstellige Anzahl an Nutzern soll Unternehmensangaben zufolge in den letzten 18 Monaten auf diese Form der Hilfe zurückgegriffen haben. Für Nextmarkets arbeiten aktuell 21 Mitarbeiter in Köln und zwölf auf Malta. 2015 hatte das Start-up 2,5 Millionen Euro eingesammelt, 2016 3,5 Millionen Euro.