Das mehrfach ausgezeichnete Forschungsprojekt ist seit einem Jahr als Start-up unterwegs. Jetzt schieben Investoren das Unternehmen an.

Langer Anlauf: Mehr als sechs Jahre forschte das Gründerteam von Naventik an der Technischen Universität Chemnitz an einer Software, die Fahrzeugen dabei hilft, ihre eigene Position im Verkehr genau zu bestimmen. Seit etwa einem Jahr ist das Team jetzt als Start-up unterwegs. Nun steigen erste Geldgeber ein: Der staatlich unterstützte Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und der Berliner Investor GPS Ventures stecken zwei Millionen Euro in Naventik.

Damit soll die Technologie weiter in Richtung Marktreife entwickelt werden. Das Produkt Pathfinder setzt dabei nach Angaben von Naventik auf eine satellitennavigationsgestützte Lokalisation. So soll es autonom fahrenden Autos in Zukunft bei der Navigation und vor allem bei sicherheitskritischen Fahrmanövern helfen.

Die Neugier aus der Industrie ist bereits groß: Das junge Unternehmen verweist bereits auf Kooperationen mit Volkswagen, dem Automobil-Dienstleister IAV und Grafikkartenhersteller Nvidia. Auch die Deutsche Bahn zähle zu den Partnern – in einem der Acceleratorenprogramme des Staatskonzerns war Naventik bereits dabei.

Das Geld soll zudem genutzt werden, um das Team auszubauen und den Vertrieb voranzutreiben. Man freue sich, ein Unternehmen zu unterstützen, dass „sich den Herausforderungen auf dem Weg zum autonomen Fahrzeug stellen und dabei innovative und praxisorientierte Lösungen entwickeln wird“, sagt TGFS-Vertreter Patrick Feurich. Der Gründerfonds wurde im Jahr 2016 nach einer ersten Runde mit etwa 60 Millionen Euro um 64 Millionen Euro erweitert und soll etwa 40 weiteren Start-ups mit Wurzeln in Sachsen helfen.