Das Aachener Start-up erhält eine zweistellige Millionensumme. Damit will das Portal zukünftig in Großbritannien und Skandinavien zulegen.

Die Google-Anfragen geben den Gründern Recht: Um 270 Prozent hätten die Anfragen nach „Plus Size“, also Mode in Übergrößen, in den letzten Jahren zugenommen, schreibt das Aachener Start-up Navabi. Jetzt erhält der Online-Shop, der sich auf Damenmode ab Größe 42 spezialisiert hat, eine neue Finanzierung: Der skandinavische Risikokapitalgeber Verdane Capital investiert eine achtstellige Summe in das Start-up.

Mit dem Einstieg von Verdane steigt der deutsche Familien-Investor Bauer Venture Capital aus. Die Skandinavier übernehmen laut einer Pressemitteilung alle Anteile und schießen zusätzlich noch Geld zu. Man freue sich auf ein „starkes Wachstumspotenzial in einer attraktiven Nische“, sagt Staffan Mörndal, Partner bei Vendane Capital. Das Fachportal Exciting Commerce hatte bereits im vergangenen Jahr spekuliert, dass die Skandinavier die Anteile von Bauer übernehmen könnten. Die weiteren Geldgeber von Navabi bleiben an Bord.

Navabi selbst will dank des Investments seine Umsatzanteile deutlich verändern. Aktuell erziele man zwei Drittel seines Umsatzes auf dem deutschen Heimatmarkt – in Zukunft solle der Absatz international deutlich zulegen. Im Fokus stehen vor allem Großbritannien, wo Navabi bereits ein Büro hat, als auch Skandinavien – wo Verdane Capital bereits Erfahrung mit Online-Modeportalen gesammelt hat.

In Deutschland gab heute Online-Gigant Zalando zum wiederholten Male Umsatzsteigerungen von über 20 Prozent bekannt. In der Nische tummeln sich jedoch auch andere Start-ups: Der Bonner Krawattenhändler Von Floerke hatte im vergangenen Jahr einen Hersteller zugekauft, das Trendportal Highsnobiety konnte kürzlich erst den Einstieg eines Investors bekanntgeben.