Schluss mit Schnarchen: Das verspricht Marcus Ruoff mit seiner Erfindung Nachtwaechter. In der Höhle der Löwen will er nun Investoren überzeugen.

Millionen Deutsche schnarchen – vor allem in Rückenlage. Wirksame Mittel dagegen gibt es allerdings kaum.

„Ich habe leider eigene schlechte Erfahrungen mit dem Schnarchen gemacht, bis hin zu Atemaussetzern“, sagt Marcus Ruoff. Aber nicht nur er schlief schlecht, sondern auch seine Partnerin. Deshalb habe er zunächst viel ausprobiert: Schnarchöl, Kinnbinden, Zahnschienen, sämtliche Rückenlagevermeidungsmittel. “Aber nichts hat funktioniert.”

Deshalb entwickelte der Riedlinger eine Schlafweste. Die ersten Prototypen nähte er in der Werkstatt selbst – und ihm kam dabei zu Gute, dass er schon als Achtjähriger nähen gelernt und viele Produkte hergestellt hatte. Sein Großvater war Sattlermeister, die Familie besaß eine Polsterei.

Herausgekommen ist nun ein stark gepolsterter, querliegender Rückenprotektor. Der verhindert die Rückenlage während des Schlafens. Er besteht aus einem Schaumstoffkissen, das mit Rillen versehen ist, so kann starkes Schwitzen verhindert werden. Drei bis sechs Monate muss die Weste nachts getragen werden, danach soll sie angeblich nicht mehr notwendig sein.

Der Markt ist groß: Immerhin schnarcht jeder dritte Deutsche. Das liegt oft an zu engen Atemwegen, so dass Zäpfchen und Gaumensegel bei jedem Atemzug laut vibrieren.

Grundsätzlich ist Schnarchen nicht gefährlich. Bei Lautstärken bis zu 90 Dezibel – vergleichbar mit einem Presslufthammer – machen sich die Schnarcher nachts allerdings schnell unbeliebt. In der Höhle der Löwen will Marcus Ruoff am Dienstag 200.000 Euro von den Löwen, dafür würde er 20 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. 199 Euro kostet eine Weste.

“Es war weniger Aufregung als viel mehr positive Anspannung – und während des Pitches dann natürlich eine vollkommene Fokussierung”, sagt der Gründer von Nachtwaechter. Die Löwen kannte er vorher nicht. Aber er hat sich informiert und setzt nun auf Judith Williams mit ihren Homeshopping-Erfahrungen und auf Neu-Löwen Ralf Dümmel mit seinem Vertriebsgeschick.

“Meine Wunschlöwin war am Anfang Judith Williams, aber als ich genauer recherchiert habe, wusste ich, dass uns Ralf Dümmel viel mehr helfen könnte.” Oder investiert am Ende vielleicht doch Frank Thelen? Denn er schnarcht ebenfalls.