Icaros baut einen Flugsimulator, der Muskeltraining mit Virtual Reality kombiniert. Das Unternehmen war vor einem Jahr unser Start-up der Woche. Wir fragen nach: Sind die Gründer abgehoben?

Die vergangenen zwölf Monate…

…haben sich angefühlt wie 36 Monate. Wir mussten viele Dinge gleichzeitig tun: ein Team aufbauen, fähiges Personal suchen, das Produkt weiterentwickeln und auf Messen fahren. Im Schnitt haben wir mehr als zwölf Stunden pro Tag gearbeitet. Wir waren die Hälfte des Jahres unterwegs und haben auf ungefähr 20 Veranstaltungen weltweit unser Gerät vorgestellt.

Der größte Erfolg war …

… unser Besuch auf der weltgrößten Messe für Konsumelektronik, der CES in Las Vegas, im Januar 2017. Dort waren wir schon im vergangenen Jahr mit unserem Prototypen. Dieses Jahr hatten wir ein fertiges Serienprodukt und konnten auch unsere zweite Software vorstellen. Das Medienecho war wahnsinnig.

Die wichtigste Lektion war …

… dass man genug Selbstbewusstsein braucht, um sich nicht ablenken zu lassen. Es ist wichtig, dem eigenen anfänglichen Plan im Groben zu folgen und geradeaus zu laufen. Dabei muss man aber flexibel bleiben, weil sich getroffene Annahmen ändern. Aber die Richtung sollte man immer im Fadenkreuz behalten. Wir werden ständig von großen Unternehmen gefragt, ob wir nicht deren VR-Technologien unterstützen können. Das schmeichelt uns, passt aber nicht zu unserem Plan, Icaros zu bauen und zu verkaufen.

Der Umsatz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten …

… ganz gut entwickelt. Wir haben unsere Umsatzziele für 2016 um ein Fünftel übertroffen.

Schwarze Zahlen schreiben wir …

… seit dem Spätsommer 2016.

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich …

… auf elf erhöht. Davon sind zwei Werksstudenten, der Rest sind fest Angestellte. Bis Ende August 2016 waren wir nur zu zweit.

Einen Exit haben wir …

… nicht auf der Agenda.

Die größte Herausforderung in den nächsten zwölf Monaten wird …

… weiter zu skalieren und das Wachstum zu verdauen: Wir müssen neue Büroräume finden und brauchen mehr gute Leute. Außerdem freuen wir uns, ab dem 1. April für ein Quartal im Gründungszentrum German Accelerator im Silicon Valley zu arbeiten.