Das virtuelle Bankhaus zählt jetzt 300.000 Kunden. Starkes Wachstum spürt das Fintech auch außerhalb Deutschlands. Die Wachstumspläne bleiben ehrgeizig.

Im Januar 2015 startete N26 mit einem Girokonto samt Kreditkarte in den Markt, im Januar 2016 konnte der 100.000 Kunde registriert werden – jetzt vermeldete das Berliner Fintech den 300.000 Kunden auf der eigenen Plattform. „Januar und Februar 2017 waren die stärksten Monate in Hinblick auf Kundenwachstum in unserer Firmengeschichte“, sagt Valentin Stalf, Gründer und CEO von N26, „schon in den nächsten Jahren werden wir auf einige Millionen Kunden wachsen.“

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 17 europäischen Ländern aktiv – aus der Eurozone fehlt aktuell nur Malta. In Frankreich hat N26 bereits über 30.000 Kunden, in Spanien und Irland jeweils über 10.000. Das Team setzt darauf, eine paneuropäische Bank zu werden: Neue Mitarbeiter aus den Zielländern sollen mit ihren Kenntnissen passenden Angebote für die ausländischen Märkte erarbeiten. Geschehen soll dies allerdings vom Hauptsitz Berlin. Im Moment arbeiten 200 Mitarbeiter für das Fintech. Verschiedene Investoren haben insgesamt über 55 Millionen US-Dollar in N26 investiert.

N26 hatte zu Beginn auf eine Kooperation mit dem Anbieter Wirecard gesetzt, seit vergangenem Sommer ist das Unternehmen in Besitz einer eigenen Vollbanklizenz. Zeitgleich war das Unternehmen – damals noch unter dem Namen Number26 – in die Kritik geraten, weil es Kunden gekündigt hatte, die aus Unternehmenssicht zu häufig kostenlos Geld abgehoben hatten.