Der Onlinehändler Mytheresa bietet seine Produkte nun auch in arabischer Sprache an. Damit setzt der Luxusmode-Anbieter auf einen Wachstumsmarkt.

Der ursprünglich in München gegründete Onlinehändler Mytheresa wagt den Sprung in die arabische Welt: Am Montag gab das Unternehmen bekannt, dass die Webseite nun auch auf Arabisch verfügbar ist. Damit reagiert Mytheresa auf die hohen Wachstumsraten im Mittleren Osten. Der Launch sei ein „logischer Schritt im Zuge der Internationalisierungsstrategie“, heißt es in einer Mitteilung.

„Der mittlere Osten ist ein besonders wichtiger Markt für mytheresa.com“, sagte Geschäftsführer Thomas Müller demzufolge. Er hoffe, den Kundinnen so einen „noch besseren Service“ bieten zu können. Der Luxushändler ist in Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Bahrain, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv. Sowohl Newsletter als auch der Bestellprozess können nun auf Arabisch getätigt werden. Den Inhalt der Webseite betreut ein arabisch sprechendes Team. Aktiv ist Mytheresa im Mittleren Osten schon seit einigen Jahren, 2013 begann das Unternehmen damit, seinen Kunden einige lokale Features anzubieten wie beispielsweise niedrigere Versandkosten.

„Wir müssen den Kunden als erstes in den Sinn kommen“

Die Webseite von Mytheresa ist mit dem Launch im Mittleren Osten nun in fünf Sprachen verfügbar, neben Deutsch und Arabisch zählen dazu Englisch, Französisch und Italienisch. Der Luxusanbieter macht nach eigenen Angaben inzwischen einen Großteil seines Umsatzes im Ausland, rund 70 Prozent der Erlöse kommen nicht mehr aus Deutschland.

Mytheresa wurde 2006 gegründet und hat sich auf Luxusmarken spezialisiert. Zum Sortiment gehören Kleidungsstücke von Designern wie Dolce & Gabbana, Saint Laurent und Valentino. Im vergangenen Jahr übernahm der US-Investor Neiman Marcus Group das Unternehmen für 150 Millionen Euro. Bei weiteren Erfolgen werden noch einmal 50 Millionen Euro fällig. Schon damals hatte Geschäftsführer Müller in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ gesagt: „Wir müssen der erste Spieler sein, der einer potenziellen Kundin in den Sinn kommt.“ Das gelte „für Italien genauso wie für Frankreich oder den Nahen Osten und die asiatischen Länder“.