Mynaric, der Spezialist für Laser-basierte Kommunikationsnetzwerke, ist seit heute an der Frankfurter Börse gelistet. Der IPO war vielfach überzeichnet.

Die Mynaric AG, Spezialist für innovative Laser-basierte Kommunikationsnetzwerke in der Luft und im Weltall, ist seit heute an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Durch die Ausgabe von rund 500 000 Aktien flossen dem Unternehmen brutto etwa 27,3 Millionen Euro zu. Altaktionäre haben keine Aktien abgegeben. Der IPO war vielfach überzeichnet – Privatanleger sind bei der Zuteilung kaum zum Zug gekommen.  Die Papiere sind im noch jungen Segment “Scale” der Deutschen Börse gelistet mit dem kleinen und mittleren Unternehmen der Zugang zum Aktienmarkt erleichtert werden soll.

Mit seiner Laser-Technologie will Mynaric die Datenübertragung in der Stratosphäre revolutionieren. Produkte für die kabellose Datenübertragung wie Bodenstationen und Laserterminals sollen es Kunden ermöglichen umfangreiche Datenmengen mit einer hohen Geschwindigkeit von aktuell bis zu 10 Gigabit pro Sekunde kabellos über weite Strecken zu übermitteln.

Ein globales Unicorn werden

Im Gespräch mit Wallstreet Online sagte CEO Wolfram Peschko, dass der Emissionserlös vorrangig für den geplanten Aufbau einer Serienproduktion wie für die weitere Entwicklung der Laserterminals für die Raumfahrt sowie für die allgemeine Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit der Produkte und die weitere Internationalisierung verwendet werden solle.

Für die Zukunft hat er große Pläne: Man habe den Anspruch in den kommenden fünf Jahren ein globales Unicorn zu werden, also die Schallmauer von 1 Milliarde Marktkapitalisierung, zu durchbrechen. „Aktuell basieren Datennetzwerke wie das Internet größtenteils auf Glasfaserkabeln im Boden, die schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen“, erklärt Peschko im Interview mit Wallstreet Online.  Virtual- und Augmented Reality würden die Datenmengen in Zukunft explodieren lassen werden. Zudem hätten viele Regionen, wie zum Beispiel schnell wachsende Entwicklungsländer, überhaupt kein Glasfasernetz, so Pescko weiter. Es seien nicht nur die großen Technologiekonzerne, die seine Produkte bräuchten. Auch Staaten wollten sich eigene Netzwerke aufbauen, um beispielsweise vor Spionage geschützt zu sein.