Nur kurz nach einer größeren Runde holt das Start-up einen neuen Gesellschafter an Bord. Das nicht eingeplante Kapital soll die Expansionspläne beschleunigen.

Schnell nachgelegt: Eigentlich hatte das digitale Bestattungshaus Mymoria erst im März eine größere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Jetzt kommt noch ein neuer Investor dazu: Der Frühphaseninvestor Dieter von Holtzbrinck Ventures beteiligt sich an Mymoria und bringt dafür einen nicht weiter definierten Millionenbetrag ein.

Das nicht eingeplante Kapital soll laut Pressemitteilung das „weitere Wachstum und die Internationalisierung“ absichern: „Wir waren aktuell gar nicht auf der Suche nach neuem Kapital“, ergänzt Mymoria-Gründer Björn Wolff gegenüber WirtschaftsWoche Gründer. „Aber als sich die Gelegenheit ergeben hat, konnten wir diese nicht ablehnen.“

Der neue Investor lobt die Kombination von digitalem Angebot und persönlichem Kontakt bei Mymoria: „Das Wachstum der letzten Monate zeigt das große Potenzial“, lässt sich DvH-Ventures-Geschäftsführer Fabian von Trotha in einer Pressemitteilung zitieren. Das Start-up kooperiert mit Bestattern deutschlandweit, positioniert sich aber als den direkten Ansprechpartner und Betreuer in einem Trauerfall und kümmert sich um alle Dienstleistungen rund um eine Bestattung.

Schneller ins Ausland

Insgesamt hat das 2015 gegründete Start-up damit bereits drei Finanzierungsrunden im siebenstelligen Bereich abgeschlossen. Zu den weiteren Gesellschaftern gehören unter anderem der Tech-Investor Egora Holding, die Risikokapitalgeber btov und Howzat Partners sowie Gelder aus einem Fonds der staatlichen Fördergesellschaft IBB Beteiligungsgesellschaft aus Berlin.

Die eigentlichen Pläne für die Expansion haben sich seit März nicht verändert: Das Start-up will bei Produkten, Märkten und den aktuell 25 Mitarbeitern ausbauen. Das Tempo soll sich nun noch einmal erhöhen: „Mit der neuen Finanzierung können wir noch schneller wachsen“, sagt Wolff. Etwas konkreter wird der Gründer zumindest bei der ebenfalls im März angekündigten regionalen Erweiterung: Noch in diesem Quartal will Mymoria in einem weiteren europäischen Land starten.