Der Rückversicherer Munich Re will seine Kooperationen mit Insurtech-Start-ups vorantreiben. Technische Hilfe kommt vom Bezahldienst Stripe.

Munich Re verschafft seinen Insurtech-Start-ups Zugang zu den Diensten des Zahlungsabwicklers Stripe. Dafür kooperiert die Digital Partners-Einheit des Rückversicherers mit dem Start-up aus Kalifornien. Die Insurtechs sollen die Möglichkeit erhalten, Prozesse zu automatisieren.

Komplexe Fondsströme der Insurtechs sollen künftig automatisch über den Dienst Stripe Connect fließen. Nach Angaben von Stripe geht es darum, Auszahlungen an andere Versicherer oder Broker zu erleichtern. Zugang erhalten 25 Insurtechs, die mit Munich Re zusammenarbeiten. Dazu gehören beispielsweise Wefox, Bought By Many oder Next Insurance.

Der Rückversicherer fördert Gründer von Tech-Start-ups, die an digitalen Geschäftsmodellen für die Versicherungsbranche arbeiten – mit Geld und Know-How für die Produktentwicklung. Auch am neuen Insurtech-Hub in München ist Munich Re neben weiteren Branchengrößen beteiligt.

Neue Generation von Insurtechs fördern

Stripe liefert seinen Kunden eine Plattform, über die sie Zahlungen abwickeln, Daten analysieren oder Steuerformulare ausfüllen können. Zielgruppe sind Entwickler von Internetunternehmen weltweit: Onlinehändler, Crowdfunding-Portale oder soziale Netzwerke gehören zu den Nutzern.

Das Start-up aus San Francisco will neue Geschäftsmodelle und die technologische Entwicklung im Onlinehandel vorantreiben. „Wir freuen uns, mit Munich Re Digital Partners zusammenzuarbeiten, um einer neuen Generation von Insurtech-Start-ups beim Durchstarten zu helfen”, wird Felix Huber, Nordeuropachef von Stripe, in einer Pressemitteilung zitiert.

Seit der Gründung 2011 hat sich Stripe zu einem Unternehmen mit mehr als 700 Mitarbeitern entwickelt. Nach eigenen Angaben hat das Start-up bisher umgerechnet 380 Millionen Euro (450 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Zu den Investoren gehören die Finanzdienstleister American Express und Visa sowie Gründerlegende Elon Musk.