Das Berliner Designermöbel-Start-up Monoqi verkündete die Einreichung eines vorläufigen Insolvenzantrages – dann zog es ihn überraschend wieder zurück.

Es war wohl die Meldung des Tages: Das Designmöbel-Start-up Monoqi meldet wegen “Unsicherheiten bezüglich einer zugesagten Folgeinvestition” am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg die vorläufige Insolvenz an – und verkündet dann nur wenige Stunden später, dass es den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wieder zurückziehe.

Der Grund: Die Altinvestoren investieren nun doch drei Millionen Euro in das Start-up mit der Option auf weitere “zwei bis vier Millionen Euro in Abhängigkeit von erreichten Restrukturierungszielen”.

Wie es genau weitergehen wird, ist offen. Der Co-Gründer verkündete eine strategische Neuausrichtung, nähere Informationen dazu gab es bislang nicht.

Millioneninvestment für die Expansion in den Nahen Osten

Erst im Juni des vergangenen Jahres hatte das Start-up 15 Millionen Euro von dem Genfer Family Office Decisive Wealth erhalten, hinter dem vermögende Familien aus dem arabischen Raum stehen. Mit dem Geld sollte unter anderem der Markt in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgebaut werden. Zuvor hatten sich bereits Investoren wie der Berliner VC von Christophe Maire, Hasso Plattner Ventures oder der Verlag Condé Nast am Start-up beteiligt.

Das 2012 in Berlin gegründete Start-up verkauft eine Palette aus stetig wechselnden Design-Stücken und einer Auswahl an Dauerbrennern ausschließlich an Mitglieder der Plattform.