Die Handelsplattform für Designstücke sammelt 15 Millionen Euro ein. Mit dem Geld will das Start-up globaler werden. Eine Region steht dabei besonders im Fokus.

Das frische Kapital für das Berliner Start-up stammt von dem Genfer Family Office Decisive Wealth, hinter dem vermögende Familien aus dem arabischen Raum stehen. Die 15 Millionen Euro sollen dabei aufgeteilt werden: Zwei Drittel sollen dem 2012 gegründeteten Monoqi für das weitere Wachstum in Europa zur Verfügung stehen. Weitere fünf Millionen Euro sollen gezielt genutzt werden, um den E-Commerce-Markt in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aufzubauen.

Dieses Geld fließt in ein neues Joint-Venture, an dem Monoqi neben anderen Partnern beteiligt sein wird. Noch im Laufe dieses Jahres wollen die Partner dafür eine Niederlassung in Dubai gründen und die stark wachsenden Märkte in der Region bedienen. „Wir freuen uns auf die Chance, zu einem sehr frühen Zeitpunkt in einem neuen Markt tätig zu werden. Gleichzeitig sind wir uns aber auch der damit einhergehenden Herausforderungen bewusst “, erklärt Simon Fabich, Gründer und Geschäftsführer von Monoqi. „Wir wollten das innovative Geschäftsmodell von Monoqi auch in unseren Markt bringen und damit einen Beitrag zur Entwicklung unseres E-Commerce-Systems leisten“, sagt Elie Boujaoude vom Joint-Venture-Partner Decisive Wealth.

Das Berliner Start-up verkauft eine Palette aus stetig wechselnden Design-Stücken und einer Auswahl an Dauerbrennern ausschließlich an Mitglieder der Plattform. Nach eigenen Angaben sind 2,7 Millionen Nutzer bei Monoqi registriert. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen den Nettoumsatz um 35 Prozent auf 23,2 Millionen Euro. Laut einem Bericht des Handelsblatt (€), das zuerst über die Finanzierung berichtet hatte, habe Monoqi im vierten Quartal 2016 eine Profitabilität vor Marketingkosten erreicht. Vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen die Aufnahme eines sogenannten Wachstums-Darlehens in Höhe von 3,25 Millionen Euro verkündet.