Das Mode-Start-up Outfittery erhält wieder einmal eine riesige Finanzspritze. Insgesamt hat Outfittery nun weit mehr als 50 Millionen eingesammelt. 

Es ist schon bald eine Tradition: Einmal im Jahr verkünden Anna Alex und Julia Bösch eine zweistellige Millionenfinanzierung. Vor zwei Jahren waren es 13 Millionen Euro, im Vorjahr dann 20 Millionen Dollar und nun erhält das Berliner Mode-Start-up noch einmal 22 Millionen Dollar.

Neu im Investorenkreis sind der in London und New York ansässige VC-Fonds Octopus Ventures, der die Runde anführt, und der italienische U-Start Club, hinter dem renommiere Modefamilien stehen. Auch die bestehenden Gesellschafter Northzone Capital, Highland Capital Partners, Holtzbrinck Ventures und Mangrove Capital Partners beteiligten sich an der Finanzierungsrunde.

„Wir sind insbesondere vom außergewöhnlichen Wachstum von mehr als 100 Prozent im vierten Jahr nach Gründung beeindruckt“, sagt Rebecca Hunt von Octopus Ventures. Outfittery hat im Vergleich zum Vorjahr die Zahl seiner Kunden von 200 000 auf 400 000 gesteigert und auch die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Von den 300 Angestellten sind die Hälfte  Stylisten. Das 2012 gegründete Start-up ist neben Deutschland und der Schweiz auch in Österreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Schweden und Dänemark aktiv.

Zalando macht Outfittery Konkurrenz

Das Start-up schickt Männern nach einem kurzen Style-Check und einer Beratung am Telefon jeweils zwei individuelle Outfits. Der durchschnittliche Bestellwert liege bei 200 Euro. Aktuelle Angaben zum Umsatz macht Outfittery nicht, vor zwei Jahren soll er im zweistelligen Millionenbereich gelegen haben.

Auch andere haben inzwischen erkannt, dass sich bei Männern mit Modeempfehlungen ein gutes Geschäft machen lässt. So bietet Zalando inzwischen ein ähnliches Angebot namens Zalon. Outfittery-Gründerin Bösch sieht das jedoch „nicht als Bedrohung, sondern als großes Kompliment.“